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rgb-dram
© Crucial
Analysen |

Begrenzte Kapazitäten und Auftragsverschiebungen treiben Preise für Consumer-DRAM

Angespannte Angebotsbedingungen und laufende Produktumstellungen führen laut neuen Daten von TrendForce zu einem deutlichen Anstieg der Preise für Consumer-DRAM.

Die großen Speicherhersteller fahren weiterhin ältere Produkte unterhalb von DDR4 schrittweise zurück, wodurch strukturelle Engpässe entstehen. Diese Entwicklung hat bereits in den vergangenen Monaten zu spürbaren kumulativen Preisanstiegen geführt.

Für das Jahr 2026 erwartet TrendForce, dass die Vertragspreise für Consumer-DRAM um 45–50 % gegenüber dem Vorquartal steigen werden. Ausschlaggebend sind dabei eine reduzierte Verfügbarkeit, Umverteilung von Aufträgen sowie ein langsamerer Kapazitätsausbau bei taiwanischen Herstellern.

Besonders stark war die Preisdynamik im März bei Produkten mit geringerer Speicherdichte. DRAM-Komponenten unter 4 Gb verzeichneten die größten Zuwächse, wobei die durchschnittlichen Preise für DDR4 mit 4 Gb um mehr als 20 % im Monatsvergleich stiegen und damit deutlich über anderen Segmenten lagen. Hintergrund sind frühere Preisanstiege sowie die schrittweise Abkündigung älterer Produkte.

Um auf die Nachfrage zu reagieren, hatten taiwanische Hersteller ihre Kapazitäten zunächst stärker auf DDR4 ausgerichtet. Inzwischen weitet sich die Nachfrage jedoch auch auf DDR3- und DDR2-Produkte aus. Aufgrund begrenzter Kapazitäten steigen die Preise in diesen älteren Segmenten noch stärker und legten im März um 20–40 % zu.

Auch die Preisstrategie der Anbieter verändert sich. Die Preise wurden bereits im März angehoben, teilweise unter Berücksichtigung der erwarteten Steigerungen im zweiten Quartal. Insgesamt verfolgen die Hersteller eine zunehmend offensive Preispolitik angesichts begrenzter Produktionskapazitäten und anhaltender Nachfrageverschiebungen.

In der Folge dürfte sich die Preisstreuung zwischen einzelnen Kunden verringern. Gleichzeitig könnten südkoreanische Anbieter, die bereits höhere Durchschnittspreise im Consumer-DRAM-Segment erzielen, kurzfristig eine moderatere Preispolitik verfolgen.

Darüber hinaus rücken strukturelle Veränderungen im Speichermarkt stärker in den Fokus. Auf den kommenden Evertiq Expos in Zürich und Berlin wird Nikolaos Florous von Memphis Electronic diese Entwicklungen unter dem Titel „Global memory market reset“ analysieren und insbesondere auf KI-getriebene Nachfrage, geopolitische Veränderungen und steigende Kapitalintensität eingehen.

Die Analyse soll einen umfassenden, anwendungsorientierten Ausblick auf den globalen Speichermarkt geben und die strukturellen Kräfte beleuchten, die Angebot, Preise und Investitionsverhalten nachhaltig verändern.


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