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© byd_plichta_x_greencell
Elektronikproduktion |

Auf der Suche nach der nächsten Batteriegeneration – so stehen die Unternehmen da

Während das finnische Unternehmen Donut Lab zunehmend Belege für sein außergewöhnliches „Donut Battery“ präsentiert, das in weniger als 7 Minuten geladen werden kann, scheinen mehrere asiatische Unternehmen aufgeholt – oder sogar überholt – zu haben. Evertiq hat die Batterien von Donut Lab, BYD, CATL und Zeekr genauer unter die Lupe genommen.

Lithium-Ionen-Batterien enthalten unter anderem die Mineralien Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit – Rohstoffe, die meist weit entfernt von Europa gewonnen werden und deren Förderung Fragen zu Umwelt, Wasserverbrauch und Arbeitsbedingungen aufwirft.

Laut der wissenschaftlichen Zeitschrift The Lancet Planetary Health bringt die Lithiumgewinnung erhebliche Umweltprobleme mit sich, darunter Luft- und Wasserverschmutzung, Eingriffe in Ökosysteme sowie einen sehr hohen Wasserverbrauch – etwa 2 Millionen Liter Wasser pro Tonne Lithium aus Salzlösungen.

Im Wettlauf um die nächste Batteriegeneration sorgen Unternehmen wie Donut Lab mit ambitionierten Versprechen für Aufmerksamkeit, während asiatische Industriegiganten mit neuen Lösungen nachziehen. Im Fokus stehen Batterien mit größerer Reichweite, schnellerer Ladezeit und geringerem Einsatz kritischer Rohstoffe.


Donut Battery – Festkörperbatterie komplett ohne Lithium

Das finnische Unternehmen Donut Lab hat eine All-Solid-State-Batterie mit einer Energiedichte von bis zu 400 Wh/kg, einer Reichweite von 600 km und einer Lebensdauer von bis zu 100.000 Ladezyklen entwickelt.

Die auf der CES 2026 vorgestellte Batterie soll in nur fünf Minuten vollständig geladen werden können – ohne Begrenzung auf 80 %. Unabhängige Tests von VTT deuten bereits auf Ladezeiten von rund sieben Minuten hin.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien soll diese Technologie kaum Kapazitätsverlust über die Lebensdauer zeigen. Zudem verzichtet sie auf brennbare Flüssigelektrolyte und vermeidet thermisches Durchgehen sowie metallische Dendritenbildung – zentrale Ursachen für Batteriebrände.

Bislang wurde die Batterie noch nicht in einem Serienfahrzeug eingesetzt.


Blade 2.0 – BYDs neue Batterie ohne Kobalt und Nickel

BYD hat eine aktualisierte Version seiner Blade-Batterie auf Basis von Lithium-Eisenphosphat (LFP) vorgestellt, mit Fokus auf schnelleres Laden, höhere Sicherheit und verbesserte Energiedichte.

Die Batterie ist frei von Kobalt und Nickel und kann laut Unternehmen in neun Minuten von 10 auf 97 % geladen werden. Selbst bei Temperaturen von bis zu –20 °C soll eine ähnliche Ladeleistung erreicht werden.

Die Energiedichte liegt bei 190–210 Wh/kg, etwa 5 % höher als zuvor. Zusätzlich wurde die Sicherheit verbessert – unter anderem durch Tests, bei denen Batteriezellen selbst nach 500 Schnellladezyklen nicht in Brand geraten.

Die Technologie soll in mehreren Fahrzeugmodellen eingesetzt werden, darunter dem Denza Z9 GT, der eine Reichweite von über 1.000 km erreichen soll.


Zeekrs „Golden Battery“ – Schnellladen in rund neun Minuten

Der Elektroautohersteller Zeekr hat ein neues LFP-Batteriesystem vorgestellt, das in realen Tests in etwa neun Minuten von 10 auf 80 % geladen werden kann.

Das 75-kWh-Batteriesystem ist ebenfalls frei von Kobalt und Nickel und wurde im SUV-Modell Zeekr 7X getestet. Mit Hochleistungsladegeräten von bis zu 840 kW konnte eine vollständige Ladung in etwa 19 Minuten erreicht werden.

Die Technologie ermöglicht Ladeleistungen von durchschnittlich 400 kW und bringt Elektrofahrzeuge damit näher an die Betankungszeiten von Verbrennern.


CATL setzt auf Natrium-Ionen-Batterien

CATL hat mit „Naxtra“ eine Natrium-Ionen-Batterie entwickelt, die ohne Lithium auskommt und in etwa 15 Minuten geladen werden kann.

Die Technologie soll zunächst im Modell Changan Nevo A06 eingesetzt werden und eine Reichweite von 500–600 km ermöglichen.

Besonders hervorzuheben ist die Leistungsfähigkeit bei niedrigen Temperaturen sowie eine Lebensdauer von über 10.000 Ladezyklen.


Kurzfazit

Donut Lab überzeugt mit extrem hoher Energiedichte und Lebensdauer, befindet sich jedoch noch nicht in der Serienproduktion. BYD und Zeekr sind bei der praktischen Umsetzung derzeit führend und erreichen Ladezeiten, die sich klassischen Tankvorgängen annähern. CATL verfolgt mit Natrium-Ionen-Technologie einen alternativen Ansatz, der insbesondere aus Rohstoff- und Kostensicht relevant sein könnte.

Die zentrale Frage bleibt: Ist die bestehende Ladeinfrastruktur bereit für diese nächste Generation von Batterietechnologien?


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