Lyten plant Industrie-Hub in Polen nach Übernahme von Northvolt-Standort
Das US-amerikanische Energietechnologieunternehmen Lyten plant den Aufbau eines Industrie-Hubs in Danzig, basierend auf einer Anlage, die Ende 2025 von Northvolt übernommen wurde.
Der geplante Standort soll Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie digitale Infrastruktur miteinander verbinden, um Anwendungen in den Bereichen Energiesysteme, künstliche Intelligenz und Verteidigung zu unterstützen. Im Jahr 2026 ist zunächst eine Machbarkeitsstudie vorgesehen, um Umfang, Investitionsbedarf und mögliche Partnerschaften festzulegen.
Das Projekt baut auf dem bestehenden Lyten-Dwa-Standort in Danzig auf, der als Produktionsstätte für Batteriespeichersysteme (BESS) sowie als Forschungs- und Entwicklungszentrum dient. Die Anlage produziert modulare Energiesysteme zur Steuerung und Integration verschiedener Energiequellen, darunter erneuerbare Energien und Stromnetze.
Die Ankündigung folgt auf frühere Pläne des Unternehmens, einen ersten Industrie-Hub im schwedischen Skellefteå am Standort der ehemaligen Northvolt-Ett-Fabrik aufzubauen. Dort soll Batteriefertigung mit einem Rechenzentrumscampus mit einer Leistung von bis zu 1 GW kombiniert werden.
Mit dem Industrie-Hub-Modell verfolgt Lyten das Ziel, fortschrittliche Materialien, Energiespeichertechnologien und KI-Infrastruktur in einem integrierten Ökosystem zu vereinen. Für den Standort in Polen werden unter anderem Lithium-Schwefel-Batterien, 3D-Graphen-basierte Materialien sowie Anwendungen für Verteidigung, Luft- und Raumfahrt und Bauwesen geprüft.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Strategie kapitalintensive Investitionen in Rechenzentren mit industrieller Fertigung verbinden, um wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern.


