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© Samsung
Elektronikproduktion |

Samsung-Beschäftigte stimmen für Streikplan im Bonusstreit

Gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte von Samsung Electronics in Südkorea haben für mögliche Streikmaßnahmen gestimmt und damit einen Konflikt über Bonuszahlungen weiter verschärft.

Insgesamt 93 % der 66.019 an der Abstimmung teilnehmenden Mitarbeiter sprachen sich für Streikmaßnahmen aus. Die Gewerkschaft vertritt rund 90.000 Beschäftigte und damit mehr als 70 % der Samsung-Belegschaft in Südkorea.

Sollte keine Einigung erzielt werden, plant die Gewerkschaft zunächst eine Kundgebung am 23. April, gefolgt von einem 18-tägigen Streik ab dem 21. Mai.

Im Zentrum des Konflikts stehen Vergütungsfragen. Die Arbeitnehmervertreter fordern die Abschaffung einer Obergrenze für Bonuszahlungen sowie eine stärkere Kopplung der Boni an den operativen Gewinn. Samsung argumentiert hingegen, dass eine Aufhebung der Deckelung die Finanzierung zukünftiger Investitionen sowie die Rendite für Aktionäre erschweren könnte, insbesondere in einer kapitalintensiven und zyklischen Branche.

Das Unternehmen erklärte, man werde sich weiterhin um eine einvernehmliche Lösung in den Tarifverhandlungen bemühen.

Die Abstimmung folgt auf gescheiterte Verhandlungen, die bereits Ende vergangenen Jahres begonnen hatten. Unzufriedenheit über Gehaltsunterschiede im Vergleich zu Wettbewerbern wie SK Hynix soll zudem zu einem Anstieg der Gewerkschaftsmitglieder beigetragen haben.

Ein möglicher Streik könnte weitreichende Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie haben, da Samsung den Großteil seiner DRAM-Chips sowie einen erheblichen Anteil seiner NAND-Flash-Produktion in Südkorea fertigt.


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