MISUMIs Fertigungsplattform meviy verbessert Geometrieerkennung und Workflow für CNC-Bauteile
meviy baut seine 3D-Fertigungsplattform um neue Funktionen für CNC-Bauteile aus. Das geht aus einer Pressemitteilung von MISUMI vom 12. März 2026 hervor. Die Neuerungen betreffen Bohrungen im Fräsprozess, schmale Nuten bei Drehteilen und neue Workflow-Funktionen für symmetrische Bauteile. So will meviy die Vorgaben aus dem CAD-Modell klarer in den CAD-to-Part-Prozess überführen und nachträgliche Abstimmungen möglichst vermeiden.
Bohrungsparameter sollen Vorgaben aus dem 3D-Modell genauer abbilden
meviy ergänzt die Plattform um zusätzliche Optionen für Bohrungen im Fräsprozess. Bei Sacklochbohrungen kann jetzt ein planer Bohrungsboden vorgegeben werden. Außerdem lassen sich für gerade Bohrungen, Langlöcher und Präzisionsbohrungen definierte Bohrtiefen beziehungsweise effektive Tiefentoleranzen hinterlegen. Die Funktion zielt auf Anwendungen, bei denen es auf exakt definierte Auflageflächen, reproduzierbare Einbaulagen und kontrollierte Tiefen ankommt, etwa bei Sensoraufnahmen, Passstiften, Dichtelementen oder anderen funktionsrelevanten Einbauten. Die Angaben werden direkt im System verarbeitet und sowohl in der 3D-Ansicht als auch in der abgeleiteten Zeichnung klar ausgewiesen.
Schmale Nuten und symmetrische Bauteile lassen sich gezielter abbilden
Zusätzlich erweitert meviy die automatische Geometrieerkennung für schmale, parallel verlaufende Nuten an rotationssymmetrischen Bauteilen. Nutbreiten von ein bis zwei Millimetern werden damit präziser erkannt, statt als Eckradien oder geometrische Einschränkungen fehlgedeutet zu werden. Je nach Geometrie und Toleranzanforderung weist das System automatisch das passende Fertigungsverfahren zu, zum Beispiel Fräsen oder Drahterodieren.
Mit Mirror Parts kommt eine Funktion für links-rechts-symmetrische Bauteile hinzu, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Diese können aus einer Originalgeometrie abgeleitet werden, wobei Teilenummer, Material-, Toleranz- und PMI-Parameter ebenso erhalten bleiben wie Preise und Lieferzeiten. Das soll doppelte CAD-Uploads, wiederholte Spezifikationen und typische Spiegelungsfehler vermeiden und die CAD-to-Part-Abwicklung konsistenter machen.



