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SENTRON_ECPD
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Siemens erweitert halbleiterbasierten Leitungsschutz für industrielle Anwendungen

Siemens entwickelt seine Lösungen für den Schutz industrieller Stromkreise weiter und plant neue Varianten seines Systems zur elektronischen Stromkreisabsicherung. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 5. März 2026 mit. Im Mittelpunkt stehen zusätzliche Funktionen und neue Geräteausführungen für das Schutzschaltgerät SENTRON ECPD, das Stromkreise elektronisch absichert. Die Erweiterungen sollen Fehler schneller sichtbar machen und Wartungsprozesse vereinfachen.

SENTRON ECPD erhält integrierte Fehlerstromüberwachung

Für das elektronische Schutzschaltgerät SENTRON ECPD ist eine neue Variante mit integrierter Fehlerstromüberwachung geplant. Die Funktion soll Fehlerströme kontinuierlich überwachen, ohne den Betrieb eines Stromkreises zu unterbrechen. Laut Siemens kann die Überwachung wiederkehrende Isolationsprüfungen ersetzen und Wartungsprozesse vereinfachen. Besonders relevant ist dies für Anlagen mit hohen Anforderungen an die Systemverfügbarkeit, etwa in Rechenzentren, bei Messebeleuchtungen oder in automatisierten Produktionslinien.

Das SENTRON ECPD nutzt Halbleiterschalttechnik, um Stromkreise elektronisch zu schützen. Das System wurde 2024 eingeführt und kann Stromkreise laut Siemens bis zu 1.000-mal schneller abschalten als klassische mechanische Schutzschalter. Dadurch lässt sich die bei Kurzschlüssen entstehende Energie reduzieren, was angeschlossene Geräte besser schützt. Der elektronische Schutzschalter vereint mehr als zehn konfigurierbare Funktionen in einem einzigen Gerät und benötigt nach Unternehmensangaben bis zu 80 Prozent weniger Platz im Verteiler. Die Parametrierung erfolgt softwarebasiert.

Dreiphasige Variante für industrielle Anwendungen geplant

Neben der neuen Überwachungsfunktion plant Siemens eine weitere Geräteausführung des SENTRON ECPD. Für Anwendungen mit höherem Leistungsbedarf ist eine dreiphasige Variante vorgesehen, die für 400 Volt, 32 Ampere und 50 Hertz ausgelegt ist. Die Ausführung richtet sich vor allem an industrielle Infrastruktur, in der eine stabile Stromversorgung und schnelle Schutzmechanismen erforderlich sind. Dazu zählen Fördertechnik, Aufzüge, Wärmepumpen oder Klimaanlagen. Auch temporäre Stromverteilungen bei Veranstaltungen sowie Anlagen mit unterbrechungsfreier Stromversorgung gehören zu den möglichen Einsatzbereichen.


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