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Siemens bringt erstmals wiederaufbereiteten Sanftstarter für Industrieanwendungen auf den Markt

Siemens erweitert sein Portfolio industrieller Steuerungsgeräte um einen wiederaufbereiteten Sanftstarter. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 5. März 2026 hervor. Das Gerät SIRIUS 3RW5-Z R11 wurde nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft überarbeitet und soll die Nutzungsdauer industrieller Komponenten verlängern. Hintergrund sind unter anderem neue europäische Anforderungen an nachhaltige Produkte und deren Rückverfolgbarkeit.

Wiederaufbereitung soll CO₂-Emissionen in der Produktion reduzieren

Der SIRIUS 3RW5-Z R11 entsteht aus bereits eingesetzten Geräten, die Siemens in einem kontrollierten Verfahren wiederaufbereitet. Die Sanftstarter durchlaufen dabei eine umfassende Prüfung, kritische Komponenten werden ersetzt und alle Funktionen getestet. Laut Siemens erreichen die Geräte anschließend die technischen Eigenschaften eines Neugeräts. Durch die Wiederaufbereitung soll der CO₂-Fußabdruck gegenüber einer Neuproduktion um bis zu 50 Prozent sinken. Dokumentiert wird der Prozess über Umweltproduktdeklarationen.

Die überarbeiteten Geräte bleiben vollständig kompatibel mit bestehenden Installationen und integrieren sich ohne Anpassungen in vorhandene Anlagen. Eine CE-Zertifizierung liegt bereits vor; weitere Zertifizierungen wie CCC, UL/CSA und ATEX befinden sich laut Siemens in Vorbereitung. Eingesetzt wird die Baureihe unter anderem in industriellen Motorsteuerungen.

Zur Dokumentation des Produktlebenszyklus sind die Sanftstarter mit einem sogenannten ID-Link ausgestattet, der über einen QR-Code Zugriff auf Geräte- und Nutzungsdaten ermöglicht. Siemens entwickelt dafür eine Datenarchitektur auf Basis der Asset Administration Shell sowie Distributed-Ledger-Technologie. Diese Infrastruktur soll künftig einen digitalen Produktpass ermöglichen, der Informationen über Nutzung, Wartung und Wiederaufbereitung eines Geräts bereitstellt und damit mehr Transparenz über den Lebenszyklus industrieller Komponenten schafft.

EU-Verordnung soll Produktlebenszyklen transparenter machen

Mit dem Schritt reagiert Siemens auf neue regulatorische Anforderungen in der EU, die den Druck auf Hersteller erhöhen, Produktlebenszyklen transparenter zu machen. Mit der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) hat die Europäische Union im Juli 2024 ein Regelwerk in Kraft gesetzt, das schrittweise die bisherige Ecodesign-Richtlinie ersetzen soll. Ein zentrales Element ist der digitale Produktpass, der Informationen über Herkunft, Nutzung, Wartung und Wiederaufbereitung von Produkten dokumentieren soll. Der erste Arbeitsplan zur Umsetzung der Verordnung wurde im April 2025 veröffentlicht und gilt zunächst für fünf Jahre; eine Überprüfung ist für 2028 vorgesehen. 

Siemens zeigt seinen zirkulären Sanftstarter auf der Fachmesse Light + Building 2026 (8.–13. März) in Frankfurt am Main.


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