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© Liviorki for Evertiq_PCB South_Korea
Analysen |

Südkorea warnt vor Risiken für Halbleitermaterialien durch Iran-Konflikt

Der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran könnte die Versorgung mit wichtigen Materialien für die Halbleiterfertigung beeinträchtigen und sorgt für wachsende Besorgnis in der globalen Chipindustrie. Laut einem Bericht von Reuters warnte der südkoreanische Regierungsabgeordnete Kim Young-bae nach Gesprächen mit Halbleiterunternehmen und Branchenvertretern vor möglichen Engpässen.

Demnach sehen Unternehmen insbesondere Risiken bei Materialien aus dem Nahen Osten. Als Beispiel nannte Kim Helium, das in der Halbleiterproduktion für das Thermomanagement eingesetzt wird und derzeit kaum ersetzbar ist. Die Förderung konzentriert sich auf wenige Länder, darunter Katar.

Südkorea stellt rund zwei Drittel der weltweiten Speicherchipproduktion. Branchenvertreter warnten laut Reuters zudem, dass ein länger andauernder Konflikt zu steigenden Energiekosten führen könnte, was zusätzlichen Druck auf die Halbleiterfertigung ausüben würde.

Bereits zuvor standen Chiphersteller unter zunehmendem Druck durch eine starke Nachfrage aus dem Bereich KI-Rechenzentren, wodurch sich die Verfügbarkeit von Halbleitern für andere Anwendungen wie Smartphones, Laptops und Automotive-Elektronik weiter verengt hat.

SK hynix erklärte gegenüber Reuters, man verfüge über diversifizierte Lieferketten und ausreichende Heliumbestände; ein Einfluss auf die Produktion sei „nahezu ausgeschlossen“. Samsung äußerte sich nicht. Andere Unternehmen beobachten die Lage: TSMC rechnet derzeit nicht mit größeren Auswirkungen, während GlobalFoundries angab, in engem Kontakt mit Zulieferern und Partnern zu stehen.

Auch das südkoreanische Industrieministerium verwies darauf, dass das Land bei weiteren 14 für die Halbleiterindustrie wichtigen Materialien – darunter Brom und Ausrüstung zur Chipinspektion – stark vom Nahen Osten abhängig ist. Viele dieser Stoffe könnten jedoch auch aus heimischen Quellen oder alternativen Märkten bezogen werden.


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