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© Phison Electronics
Analysen |

Phison warnt: RAM-Knappheit könnte Unternehmen auslöschen

Phison, ein führender Hersteller von Controller-Chips für SSDs und andere Flash-Speicherprodukte, warnt, dass die anhaltende globale RAM-Knappheit im Jahr 2026 die gesamte Branche erschüttern könnte.

CEO Pua Khein-Seng äußerte sich dazu in einem Fernsehinterview mit dem taiwanesischen Sender Next TV. Obwohl das Interview auf Chinesisch geführt wurde, konnte The Verge Teile einer maschinell übersetzten Zusammenfassung durch eigene Quellen bestätigen. Demnach könnten einige Unternehmen gezwungen sein, Produktlinien zurückzufahren oder ganz einzustellen – im schlimmsten Fall sogar den Betrieb aufzugeben –, wenn sie keinen ausreichenden Zugang zu RAM erhalten.

Khein-Seng zufolge könnten Verbraucher zudem vermehrt Produkte reparieren statt ersetzen, sofern die Lieferengpässe anhalten, berichtet The Verge weiter.

KI-Boom verschärft Angebotslage

Ein wesentlicher Treiber der Knappheit ist der massive Ausbau von KI-Rechenzentren, die große Teile der weltweiten Speicherkapazitäten binden und so ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verursachen. Evertiq hatte bereits in den vergangenen Monaten über steigende RAM-Preise berichtet.

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce prognostiziert, dass die Vertragspreise für konventionellen DRAM im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 90 bis 95 Prozent steigen werden – eine deutliche Anhebung gegenüber der vorherigen Schätzung von 55 bis 60 Prozent.

Auch die Preise für NAND-Flash sollen demnach um 55 bis 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen, nachdem zuvor ein Plus von 33 bis 38 Prozent erwartet worden war. Weitere Anpassungen nach oben seien möglich. TrendForce führt die Entwicklung auf eine sich weiter öffnende Angebots-Nachfrage-Lücke zurück, insbesondere im Server-Segment, da Cloud-Anbieter Kapazitäten sichern, während Hersteller ihre Produktionsmengen diszipliniert steuern.

Drei Anbieter dominieren den Markt

Der DRAM-Markt wird von lediglich drei Unternehmen dominiert: Micron Technology, Samsung Electronics und SK hynix kontrollieren zusammen rund 93 Prozent des globalen DRAM-Marktes.

Zwar bauen diese Hersteller ihre Produktionskapazitäten aus, doch laut The Verge priorisieren sie Profitabilität gegenüber einer schnellen Überproduktion – was die angespannte Versorgungslage zusätzlich verschärft.

Micron Technology zieht sich aus Verbrauchermarkt zurück

Einer der drei Marktführer, Micron Technology, kündigte im Dezember 2025 an, sich nach 29 Jahren aus dem Crucial-Verbrauchergeschäft zurückzuziehen. Die Auslieferung von Consumer-Produkten der Marke Crucial soll noch bis zum Ende des zweiten Geschäftsquartals im Februar 2026 fortgesetzt werden. Enterprise-Speicher- und Speicherlösungen für gewerbliche Kunden bleiben weltweit verfügbar.

Nach Angaben des Unternehmens steht die Entscheidung im Zusammenhang mit der stark gestiegenen Nachfrage nach Speicher- und Speicherlösungen in Rechenzentren, die durch das KI-getriebene Wachstum befeuert wird.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung erklärte Sumit Sadana, EVP und Chief Business Officer bei Micron, dass das KI-getriebene Wachstum in Rechenzentren zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Speicher- und Storage-Produkten geführt habe. Micron habe daher beschlossen, das Crucial-Verbrauchergeschäft aufzugeben, um die Versorgung größerer, strategischer Kunden in wachstumsstärkeren Segmenten zu verbessern.


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