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Analysen |

Schweizer Halbleiterstrategie 2026 soll Deep-Tech-Standort stärken

Die kürzlich vorgestellte Halbleiterstrategie 2026 des Bundes soll die strategische Position der Schweiz im globalen Semiconductor-Sektor festigen. Robert Rudolph, CEO des Switzerland Innovation Park Innovaare, bezeichnet die Initiative als „elementare Basis“ für die Weiterentwicklung des Standorts.

Ende Januar 2026 präsentierte das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI/SERI) die neue Strategie. Zu den zentralen Rahmenbedingungen zählen laut Bericht der uneingeschränkte Zugang zu internationalen Märkten sowie international wettbewerbsfähige Hochschulen und Forschungseinrichtungen. In einem global stark vernetzten und dynamischen Markt sei eine exzellente Forschungsbasis mit effizientem Technologietransfer in die Industrie entscheidend, um als kleine Volkswirtschaft langfristig strategisch relevant zu bleiben.

Ausgangspunkt der Strategie war ein parlamentarisches Postulat aus dem Jahr 2023 von Damien Cottier (FDP). Darin wurde die strategische Bedeutung der Halbleiterindustrie für globale und nationale Wertschöpfungsketten hervorgehoben.

Resilienz durch technologische Souveränität

Vor dem Hintergrund volatiler Lieferketten und geopolitischer Spannungen versteht sich die Halbleiterstrategie auch als Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherheit. Ziel sei keine Autarkie, sondern eine Form „gegenseitiger Abhängigkeit“ innerhalb globaler Wertschöpfungsketten. Die Schweiz wolle insbesondere in technologischen Nischen – etwa in der Vakuumtechnik, Lithographie-Optik oder bei neuen Materialklassen – international führend bleiben.

Technologische Exzellenz werde dabei als zentraler Hebel zur Sicherung der Versorgungssicherheit gesehen.

Zwei Achsen der Wertschöpfung

Der Bericht identifiziert für die Schweiz zwei zentrale Wertschöpfungsachsen:

  • Die Produktion von Chips
  • Die Produktionstechnologie für Chips

Insbesondere im Bereich der Produktionstechnologie verfüge die Schweiz über international anerkannte Kompetenzen sowie starke Positionen in spezialisierten Nischen der Halbleiterfertigung.

Villigen als Deep-Tech-Cluster

Eine besondere Rolle kommt dem Switzerland Innovation Park Innovaare in Villigen zu. Der Standort profitiert von der Nähe zum Paul Scherrer Institut (PSI) und dessen Großforschungsanlagen. Dadurch erhalten Unternehmen Zugang zu hochspezialisierter Infrastruktur, etwa zur Charakterisierung von Nanostrukturen oder zur Forschung im Bereich EUV-Lithographie und Photonik.

Nach Einschätzung von Rudolph verkürzt diese Kombination aus Forschungseinrichtungen und Industrieumfeld den Weg von der Grundlagenforschung bis zum industriellen Prototyp deutlich. Der Park positioniert sich damit als Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und industrieller Umsetzung.

Mit der Halbleiterstrategie 2026 legt der Bund somit die Grundlage für eine langfristige Stärkung des Deep-Tech-Standorts Schweiz – mit Fokus auf Forschungsexzellenz, internationaler Vernetzung und industrieller Wertschöpfung.


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