Fraunhofer ISE erzielt Rekordwirkungsgrade bei Tandem-Photovoltaikmodulen
Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben neue Rekordwirkungsgrade für Tandem-Photovoltaikmodule erzielt. Die Ergebnisse markieren einen weiteren technologischen Fortschritt bei hocheffizienten Solarzellen.
Ein Modul auf Basis von III-V-Germanium-Solarzellen erreichte einen Wirkungsgrad von 34,2 Prozent und gilt damit als derzeit effizientestes Modul dieser Technologieklasse. Beteiligt waren unter anderem Industriepartner, die spezielle Solarzellen und optische Antireflexstrukturen beisteuerten.
Ein zweites Modul, das III-V-Halbleiter mit Silizium kombiniert, erzielte einen Wirkungsgrad von 31,3 Prozent. Diese Architektur verbindet die hohe Effizienz von III-V-Materialien mit der etablierten und kosteneffizienten Siliziumtechnologie.
Tandem-Solarzellen verfolgen das Ziel, die physikalischen Effizienzgrenzen konventioneller Siliziumzellen zu überwinden. Durch die Kombination unterschiedlicher Halbleitermaterialien können verschiedene Bereiche des Sonnenspektrums besser genutzt werden, was zu höheren Gesamtwirkungsgraden führt.
Nach Angaben des Fraunhofer ISE könnten solche Module künftig eine Brücke zwischen kostengünstigen Standard-PV-Anlagen und besonders leistungsstarken Spezialanwendungen schlagen. Die Forschung soll dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit von Photovoltaiksystemen weiter zu steigern und neue Einsatzfelder zu erschließen.
Die Entwicklungen erfolgten im Rahmen von Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und wurden durch öffentliche Förderprogramme unterstützt.

