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Timo-Koljonen
© Skeleton Technologies
Elektronikproduktion |

Skeleton Technologies beschleunigt US-Expansion angesichts steigender Netzbelastung durch KI

Das estnische Energiespeicher- und Superkondensatorunternehmen Skeleton Technologies treibt seine Expansion in den USA voran, da der Ausbau von KI-Infrastruktur die Stromnetze zunehmend unter Druck setzt. Das Unternehmen kündigte an, in der ersten Hälfte des Jahres 2026 eine neue Engineering-Niederlassung in Houston, Texas, zu eröffnen und zudem eine lokale Fertigung für Lösungen für KI-Rechenzentren aufzubauen.

Der Stromverbrauch von Rechenzentren in den USA soll sich bis 2030 mehr als verdoppeln. KI-Rechenzentren gelten nicht nur als besonders energieintensiv, sondern verursachen auch starke Lastspitzen, für die die bestehende Netzinfrastruktur nicht ausgelegt ist. Dies erhöht das Risiko von Stromausfällen und zwingt Energieversorger zu Investitionen in neue Anlagen und Netzerweiterungen.

Skeleton zufolge können die eigenen Energiespeicherlösungen Lastspitzen ausgleichen und den Energieverbrauch um bis zu 45 Prozent senken. Dadurch lasse sich die Netzbelastung reduzieren und zugleich die Rechenleistungseffizienz von Rechenzentren steigern.

„Der Zugang zu zuverlässiger Stromversorgung wird zunehmend zum zentralen Engpass für den Ausbau von KI-Infrastruktur in den Vereinigten Staaten“, erklärte Taavi Madiberk, CEO und Mitgründer von Skeleton Technologies, in einer Pressemitteilung. Die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Elektrizität – insbesondere durch KI-Rechenzentren – mache die USA zum am schnellsten wachsenden Markt des Unternehmens.

Nach Unternehmensangaben sind in den USA bereits Systeme mit einer Gesamtleistung von über 100 Megawatt installiert. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt Skeleton in Nordamerika.

Die Technologie des Unternehmens basiert auf der firmeneigenen Curved-Graphene-Technologie und kommt ohne Lithium, Kobalt, Mangan oder andere kritische Rohstoffe aus. Dadurch sei eine Produktion unabhängig von China-zentrierten Lieferketten möglich.

Die neue Niederlassung in Houston folgt auf die Eröffnung zweier europäischer Werke im November 2025, darunter eine Anlage im Wert von 270 Millionen US-Dollar in Deutschland sowie ein Werk in Finnland mit Investitionen von 60 Millionen US-Dollar. Insgesamt hat das Unternehmen 400 Millionen US-Dollar von Investoren wie Siemens und Marubeni eingeworben, um seine globalen Kapazitäten für kritische Energieinfrastrukturlösungen auszubauen.

Als nächsten Schritt plant Skeleton, in der ersten Hälfte des Jahres 2026 eine Produktionskapazität für KI-Rechenzentrumslösungen in den USA aufzubauen.


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