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Elektronikproduktion |

Sharp will LCD-Werk Kameyama K2 im August stilllegen

Sharp plant laut TrendForce, die Produktion in seinem Gen-8-LCD-Werk Kameyama K2 in Japan ab August 2026 einzustellen und sucht einen potenziellen Käufer für den Standort. Die Entscheidung könnte kurzfristig zu Lieferengpässen bei IT-Panels für Apple sowie bei E-Paper-Anwendungen führen.

Das Werk K2 war bislang ein zentrales Asset innerhalb von Sharps Displaygeschäft. Dort werden Panels für Notebooks, Tablets, Smartphones und E-Paper-Geräte gefertigt. Zudem unterstützte die Anlage Sharps Position als drittgrößter IT-Panel-Lieferant für Apple. Das Werk gilt außerdem als wichtige Quelle für Oxid-Backplanes, die in E-Paper-Produkten eingesetzt werden.

Sollte die Produktion wie geplant zurückgefahren werden, warnt TrendForce vor kurzfristigen Lieferengpässen für Apples MacBook- und iPad-Modelle sowie für E-Paper-Geräte. Oxid-LCD-Panels machen weiterhin einen bedeutenden Anteil an Apples IT-Produktportfolio aus – trotz der schrittweisen Umstellung des Unternehmens auf OLED-Technologie.

Sharp erklärte, dass ein früherer Plan, das Werk K2 an die Muttergesellschaft Foxconn zu übertragen, nicht umgesetzt wurde. Stattdessen habe man sich im Rahmen einer umfassenderen Restrukturierung für die Stilllegung im August entschieden. Zwar verfügte das Werk einst über einen Wettbewerbsvorteil durch seine Oxid-Backplane-Technologie – lange Zeit ein Referenzstandard für MacBook- und iPad-Panels von Apple –, doch dieser Vorsprung habe sich verringert, da koreanische und chinesische Panelhersteller ihre Oxid-Kapazitäten ausgebaut haben.

TrendForce schätzt, dass die aktuellen Apple-Aufträge lediglich eine Auslastung von rund 16–17 Prozent im Werk K2 sichern. Die erwartete Einführung OLED-basierter MacBook-Modelle im Laufe dieses Jahres dürfte die Nachfrage nach hochwertigen LCD-Panels weiter reduzieren. Die Unsicherheit über künftige Apple-Bestellungen gilt als wesentlicher Faktor für Sharps Entscheidung.

Kurzfristig dürfte die reduzierte Kapazität bei K2 führenden koreanischen und chinesischen Panelanbietern zugutekommen, die voraussichtlich die wegfallende Apple-Nachfrage übernehmen werden. Abseits des Apple-Geschäfts stand das Werk K2 bereits seit Längerem unter Druck durch den Ausbau chinesischer LCD-Kapazitäten und zunehmenden Preiswettbewerb, was zu rückläufigen Bestellungen anderer Kunden führte.

TrendForce weist darauf hin, dass trotz der angekündigten Stilllegung bislang unklar ist, ob Sharp bis August sämtliche Kapazitäten vollständig herunterfahren oder eine teilweise Produktion für ausgewählte Kunden aufrechterhalten wird, um operative Flexibilität zu bewahren.


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