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Elektronikproduktion |

ByteDance arbeitet an KI-Chipfertigung und führt Gespräche mit Samsung

Der chinesische Technologie-Konzern ByteDance, bekannt vor allem als Muttergesellschaft von TikTok, entwickelt eigenen Angaben zufolge Pläne zur Produktion von künstlichen Intelligenz-Chips und steht in Gesprächen mit dem Elektronikriesen Samsung über mögliche Produktionspartnerschaften. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Laut Reuters zielt ByteDance darauf ab, seine Fähigkeiten im Bereich KI-Hardware zu stärken, um eigene KI-Modelle effizienter und in größerem Umfang betreiben zu können, ohne ausschließlich auf externe Zulieferer angewiesen zu sein. Die Entwicklung eigener Chips wird demnach als ein strategischer Schritt verstanden, um in einem zunehmend kompetitiven Umfeld rund um generative KI und datenzentrische Anwendungen unabhängiger zu werden.

Die Gespräche mit Samsung, die sich noch in einem frühen Stadium befinden sollen, betreffen mögliche Fertigungspartnerschaften für KI-Chips. Samsung zählt zu den wenigen Unternehmen mit eigener Halbleiterfertigung und den technologischen Voraussetzungen, um komplexe KI-Hardware herzustellen. Reuters zufolge prüfen beide Seiten unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit, darunter auch eine mögliche Nutzung von Samsungs Foundry-Kapazitäten für die Produktion entsprechender Chipdesigns.

ByteDance selbst hat den Medienberichten zufolge keine offizielle Stellungnahme zu den Einzelheiten der Gespräche oder zu den geplanten KI-Chipprojekten abgegeben. Branchenbeobachter sehen in dem Vorhaben jedoch eine Reaktion auf die wachsende Bedeutung maßgeschneiderter KI-Hardware, die speziell für große Modelle und datenintensive Anwendungen optimiert ist.

Der Vorstoß von ByteDance fällt in eine Zeit, in der zahlreiche Technologieunternehmen versuchen, ihre Hardware-Abhängigkeiten zu verringern und eigene Fertigungskapazitäten oder enge Partnerschaften aufzubauen. Die wachsende Nachfrage nach spezialisierten KI-Beschleunigern und die geopolitischen Spannungen rund um Halbleiterlieferketten haben diesen Trend zusätzlich verstärkt.

Experten gehen davon aus, dass ein Einstieg von ByteDance in das KI-Chipsegment nicht nur Auswirkungen auf den eigenen Betrieb haben könnte, sondern auch den Wettbewerb im Halbleitermarkt beleben würde. Insbesondere in China, wo zahlreiche Unternehmen bereits in KI-Hardware investieren, könnte ein solcher Schritt die strategischen Dynamiken weiter verschärfen.

Während sich das Gespräch über konkrete Technologieplattformen und Zeitpläne noch in einem frühen Stadium befindet, beobachten Marktteilnehmer die Entwicklungen genau – vor allem vor dem Hintergrund, dass KI-spezifische Chiplösungen künftig eine entscheidende Rolle bei der Leistungs- und Kostenoptimierung großer Modelle spielen könnten.


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