Maxell testet All-Solid-State-Batterien in Industrierobotern
Der Elektronik- und Batteriehersteller Maxell Europe Ltd. hat gemeinsam mit dem japanischen Technologieunternehmen Kyocera Corporation einen Testeinsatz industrieller Roboter gestartet, die von Maxells Power-Modulen einer All-Solid-State-Batterie angetrieben werden. Die Tests laufen im Kyocera-Werk in Kagoshima-Sendai, Japan, und markieren einen wichtigen Schritt in Richtung praktischer Anwendung neuartiger Energiespeichertechnologien in der Produktion.
Im Rahmen der Initiative werden autonome Roboter eingesetzt, die ihre Energie aus fortschrittlichen All-Solid-State-Batteriemodulen von Maxell beziehen. Diese Module sind Teil der Weiterentwicklung von Energiespeicherlösungen, die im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien höhere Sicherheit, längere Lebensdauer und größere Robustheit versprechen. Dadurch eignen sie sich besonders für industrielle Umgebungen mit hohen Anforderungen an Betriebssicherheit und Zyklenfestigkeit.
Der Testbetrieb bei Kyocera dient mehreren Zielen: Zum einen soll die Praxisfähigkeit der All-Solid-State-Power-Module unter realen Produktionsbedingungen verifiziert werden. Zum anderen sollen Erkenntnisse zur Integration in bestehende Automatisierungssysteme und zur Verbesserung der Energieeffizienz industrieller Robotersysteme gewonnen werden.
Maxell verfolgt mit dem Projekt eine längerfristige Strategie, seine All-Solid-State-Technologien in verschiedene industrielle Anwendungsfelder zu bringen. Dazu gehört nicht nur die Automobil- und Elektronikfertigung, sondern auch Bereiche wie Logistik, Maschinenbau und autonome Systeme, in denen kabellose Energieversorgungslösungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Verwendung von All-Solid-State-Batterien könnte in der Industrie mehrere Vorteile bieten: Neben einer potenziell höheren Betriebssicherheit gegenüber flüssigkeitsbasierten Energiespeichern lassen sich durch die kompakte Bauweise auch Platz- und Gewichtsvorteile realisieren, was bei mobilen Robotikplattformen zu längeren Einsatzzeiten ohne Unterbrechung führen kann.
Im Kyocera-Werk wird der Testbetrieb derzeit überwacht und ausgewertet. Erste Ergebnisse sollen noch im laufenden Jahr präsentiert werden, um Entscheidungen über eine mögliche breitere Einführung der Technologie vorzubereiten. Durch diese Zusammenarbeit wollen Maxell und Kyocera zugleich die Grundlage für weitere gemeinsame Projekte im Bereich energieautarker Produktionstechnik schaffen.


