Foxconn prognostiziert starkes erstes Quartal trotz Branchenunsicherheiten
Der taiwanische Elektronikfertiger Foxconn, bekannt vor allem als Auftragsfertiger für große Computer- und Mobilgeräte-Marken, rechnet für das erste Quartal 2026 mit einer deutlich besseren Geschäftsentwicklung als ursprünglich erwartet, wie Branchenkreise berichten.
Foxconn erwartet, dass der Umsatz und die Produktion in den ersten drei Monaten des Jahres stärker ausfallen dürften als im Jahresvergleich zuvor. Hintergrund sind nach Einschätzung von Analysten sowie internen Quellen insbesondere gestiegene Auftragsvolumen aus den Bereichen Server- und Cloud-Infrastruktur, wo Nachfrage und Investitionen weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Darüber hinaus trugen laut Branchenbeobachtern auch verbesserte Lieferkettenbedingungen und eine Stabilisierung bei Komponentenangeboten zur positiven Entwicklung bei.
Die Prognose gilt als bemerkenswert, da der Elektronikfertigungsmarkt in den vergangenen Quartalen von Unsicherheiten geprägt war – verursacht durch volatile Nachfrage nach Konsumelektronik, geopolitische Spannungen und anhaltende Schwankungen bei Speicher- und Halbleiterpreisen. Trotz dieser Herausforderungen zeige Foxconn für das erste Quartal 2026 eine Relative Erholung, die über den üblichen saisonalen Effekten hinausreiche.
Insbesondere im Server- und Rechenzentrumssegment verzeichnet Foxconn laut Marktberichten eine verstärkte Nachfrage nach Fertigungskapazitäten, da große Kunden ihre Infrastruktur-Investitionen fortsetzen. Darüber hinaus werde die Fertigung für Produkte mit höherer Wertschöpfung, etwa in Elektronikplattformen für KI-Anwendungen, als Wachstumsimpuls gewertet.
Experten sehen in der positiven Prognose einen Hinweis darauf, dass die globale Elektronikfertigung trotz anhaltender struktureller Herausforderungen in einigen Segmenten wieder zu einem robusteren Wachstum zurückfinden könnte. Derartige Trends könnten auch für andere Anbieter von EMS-Leistungen und Auftragsfertigung relevant sein, die ähnliche Kundenstrukturen wie Foxconn bedienen.
Foxconn hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt um eine Diversifizierung seiner Auftragsbasis bemüht, um weniger abhängig von einzelnen Produktkategorien zu sein. Dazu zählen unter anderem Ausweitungen in Bereiche wie Automotive-Elektronik, Netzwerkinfrastruktur und Industrieelektronik.
Wie sich diese positive Quartalsprognose konkret auf Umsatz, Margen und Produktionsvolumen auswirkt, wird sich im Laufe der kommenden Berichtsperiode zeigen. Marktbeobachter rechnen jedoch damit, dass Foxconns Ausblick auch die Erwartungen anderer globaler EMS-Anbieter beeinflussen könnte.


