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Elektronikproduktion |

ACC gibt Gigafactory-Projekt in Termoli auf

Automotive Cells Company (ACC), das europäische Batterie-Joint-Venture von Stellantis, Mercedes‑Benz und TotalEnergies, hat die Pläne für eine Gigafactory am Stellantis-Standort Termoli in Italien offiziell aufgegeben. Die Entscheidung betrifft auch den geplanten ACC-Standort in Kaiserslautern, Deutschland.

ACC hatte ein Netzwerk von Gigafactories in Europa geplant, um Lithium-Ionen-Zellen für Elektrofahrzeuge zu produzieren. Während die Produktion am französischen Standort Billy-Berclau/Douvrin bereits angelaufen ist, wurden die Werke in Termoli und Kaiserslautern im Jahr 2024 aufgrund einer Neubewertung von Markt- und Kostenbedingungen auf Eis gelegt.

Die italienische Metallgewerkschaft UILM bestätigte, dass das ACC-Management erklärt habe, das Projekt in Termoli sei „endgültig aufgegeben“.

„Das ACC-Management hat uns heute Morgen bestätigt, was wir seit Langem befürchtet haben: dass der Plan von ACC, eine Gigafactory in Termoli zu bauen, endgültig auf Eis gelegt wurde – ebenso wie das Projekt in Deutschland“, erklärte die Gewerkschaft in einer Stellungnahme.

Der Entscheidung gingen umfassendere Entwicklungen in der Finanzierung und Industriepolitik voraus. Im Jahr 2024 schichtete die italienische Regierung 200 Millionen Euro aus EU-Mitteln um, nachdem ACC keinen klaren Zeitplan für das Werk in Termoli vorgelegt hatte. ACC erklärte, dass Investitionen im Jahr 2025 erneut geprüft würden, sofern tragfähige Batterieprojekte und verbindliche Kundenaufträge gesichert werden könnten.

Analysten sehen die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa als einen der Hauptgründe für die Projektabsagen. Stellantis und seine Partner haben ihre Expansionspläne außerhalb Frankreichs zurückgefahren, was Fragen zur Fähigkeit Europas aufwirft, eine wettbewerbsfähige Batterielieferkette unabhängig von asiatischen Herstellern aufzubauen.

Das Aufschieben des Termoli-Projekts verdeutlicht die Herausforderungen für europäische Batterievorhaben und unterstreicht die Notwendigkeit klarer industriepolitischer Strategien angesichts einer sich wandelnden EV-Nachfrage und zunehmenden Wettbewerbsdrucks.


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