Volkswagen-Arbeiter am Tennessee-Standort einigen sich auf vorläufigen Tarifvertrag
Arbeiter an der Volkswagen-Fabrik in Tennessee (USA) haben nach Angaben von Reuters einem vorläufigen Tarifvertrag mit dem Management zugestimmt, wie die Gewerkschaft am 5. Februar 2026 mitteilte. Die Einigung wurde nach mehrtägigen Verhandlungen erzielt und setzt einen wichtigen Schritt im Arbeitskampf bei dem Werk, das als zentrales Produktionszentrum für das Unternehmen in Nordamerika gilt.
Laut Reuters hatten die Beschäftigten zuvor der United Auto Workers (UAW) beigetreten und Druck auf Volkswagen ausgeübt, um bessere Arbeitsbedingungen, Löhne und Zusatzleistungen durchzusetzen. Die UAW erklärte, dass der vorläufige Vertrag Elemente wie Lohnsteigerungen, erweiterte Leistungsansprüche und Verbesserungen bei der Arbeitsplatzsicherheit enthalte, auch wenn die vollständigen Vertragsdetails in der Mitteilung nicht im Detail ausgeführt wurden.
Die Verhandlungen hatten in den vergangenen Wochen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, da sie in einem sich verschärfenden Umfeld von Arbeitskämpfen in der US-Automobilindustrie stattfanden. Arbeitnehmer großer Hersteller wie General Motors, Ford und Stellantis hatten in jüngster Zeit ähnliche Forderungen erhoben, und der Abschluss eines vorläufigen Vertrags bei Volkswagen gilt als ein weiterer Indikator für eine mögliche Wende im Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Automobilherstellern.
Reuters zufolge muss der vorläufige Tarifvertrag noch von den Mitgliedern bestätigt werden, bevor er rechtsverbindlich wird. Die Gewerkschaft rief ihre Mitglieder dazu auf, den Vertrag zu prüfen und sich an den geplanten Abstimmungen zu beteiligen.
Volkswagens Tennessee-Werk ist ein zentraler Bestandteil der Nordamerika-Strategie des Konzerns und produziert unter anderem Elektrofahrzeuge für den US-Markt. Die Einigung mit der Belegschaft dürfte daher nicht nur für die lokalen Arbeitsbedingungen, sondern auch für die Produktionsplanung und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts relevant sein.
Die bevorstehende Abstimmung über den Vertrag und die Ergebnisse der weiteren Gespräche zwischen Gewerkschaft und Management dürften in den kommenden Wochen im Blick der Industrie und Arbeitsmarktbeobachter stehen. Die Einigung bei Volkswagen reiht sich in eine Reihe branchenweiter Entwicklungen ein, bei denen Arbeitnehmer verstärkt auf Verbesserungen in einem sich wandelnden Automobilsektor drängen.


