Tesla dementiert angeblichen Stellenabbau in Berliner Gigafactory
Der US-Elektroautohersteller Tesla hat Medienberichte über einen signifikanten Stellenabbau in seiner Gigafactory Berlin-Brandenburg zurückgewiesen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das deutsche Wirtschaftsblatt Handelsblatt hatte zuvor berichtet, die Belegschaft am Standort in Grünheide bei Berlin sei im Vergleich zu 2024 um rund 1.700 Mitarbeiter oder etwa 14 % geschrumpft.
In einer Stellungnahme betonte Tesla, dass es keinen nennenswerten Abbau von Stammbelegschaft gegeben habe und auch keine derartigen Pläne bestünden. Die Produktion in der Gigafactory, dem einzigen europäischen Produktionsstandort von Tesla, sei in den letzten Jahren stabil geblieben, hieß es in der Antwort des Unternehmens.
Tesla erklärte weiter, dass Schwankungen in der Mitarbeiterzahl, insbesondere bezogen auf Leiharbeitnehmer, „völlig normal“ seien für eine Fabrik, die sich nach ihrem Produktionshochlauf im vierten Jahr ihres Bestehens befinde. Der Rückgang von rund 1.700 Beschäftigten sei demnach nicht Ausdruck eines strategischen Personalabbaus, sondern Folge des abnehmenden Bedarfs an temporären Arbeitskräften, nachdem die Produktion etabliert sei.
Der Autobauer stellte außerdem klar, dass es keine Pläne gibt, die Produktion zu drosseln oder dauerhaft Stellen abzubauen. Die Arbeitsplatzsicherheit für die Belegschaft sei gewährleistet, erklärte das Unternehmen. Tesla verwies zugleich auf eine frühere Ankündigung des CEO Elon Musk aus dem Jahr 2024, wonach der Konzern weltweit mehr als 10 % der Belegschaft reduzieren wolle, um Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern.
Die Gigafactory Berlin-Brandenburg, die seit 2022 in Betrieb ist, produziert vor allem das Modell Y und beliefert zahlreiche Märkte in Europa und darüber hinaus. Trotz der Debatte um die Mitarbeiterzahlen plant Tesla nach eigenen Angaben eine Steigerung der Produktion in 2026 und investiert weiterhin in den Ausbau des Standorts und seiner Kapazitäten.


