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MotionControlPlatforms
© Aerotech
Elektronikproduktion |

Aerotech eröffnet Laserlabor in Fürth und baut europäisches Kompetenzzentrum aus

Der Motion-Control-Spezialist Aerotech erweitert seinen Standort im bayerischen Fürth deutlich. Neben der Inbetriebnahme eines modernen Laserlaboratoriums wird künftig auch die Montage von Steuerungs- und Antriebssystemen vor Ort erfolgen. Ziel ist der Aufbau eines europäischen Zentrums für laserbasierte Fertigungsprozesse sowie für die kundenspezifische Assemblierung von Motion-Komponenten.

Das neue Laserlabor ermöglicht es Kunden aus ganz Europa, laserbasierte Fertigungsprozesse unter realistischen Produktionsbedingungen zu testen, zu validieren und gemeinsam mit Aerotech weiterzuentwickeln. Langfristig soll der Standort als Center of Excellence für die Mikro-Materialbearbeitung dienen. Aerotech bringt dabei seine mehr als 50-jährige Erfahrung in hochpräzisen Positionier- und Automationssystemen für Anwendungen in der Halbleitertechnik, Laserbearbeitung, Medizintechnik und weiteren Hightech-Branchen ein.

Die Leitung des Labors übernimmt Oliver Hentschel, der über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der Laser- und Photonikforschung verfügt. Am Standort Fürth verantwortet er sowohl den technischen Ausbau des Labors als auch die Planung und Durchführung von kundenspezifischen Applikationsversuchen, bei denen komplette Systeme – von Laser-Scannern über Mehrachs-Systeme bis hin zu Steuerungen – getestet werden können.

Technologischer Kern des Labors ist ein Ultrakurzpuls-Lasersystem des langjährigen Partners Light Conversion. Eingesetzt wird ein 80-Watt-Laser mit Harmoniken bei 1030 nm, 515 nm und 343 nm, der Pulsdauern von rund 250 Femtosekunden ermöglicht. Dadurch lassen sich Mikro-Bearbeitungsprozesse mit sehr geringem Wärmeeintrag realisieren, was insbesondere für empfindliche Materialien von Vorteil ist. In Kombination mit präzisen Achssystemen und Laser-Scan-Köpfen von Aerotech können Metalle, Halbleitermaterialien und Glas unter produktionsnahen Bedingungen bearbeitet werden.

Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Medizintechnik (z. B. Implantate, Stents), über Halbleiter- und Mikroelektronikfertigung, bis hin zu Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Maschinenbau und Forschung. Die Prozesssteuerung erfolgt über die Automation1-Plattform, die unter anderem Funktionen wie Position Synchronized Output (PSO) und Infinite Field of View (IFOV) unterstützt.

Parallel zum Laborbetrieb richtet Aerotech am Standort Fürth eine eigene Montagelinie für Antriebs- und Steuerungskomponenten ein. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach kundenspezifischen Lösungen und will kürzere Lieferzeiten sowie eine engere Verzahnung von Anwendung, Test und Auslieferung ermöglichen.

Das Laserlabor ist für einen schrittweisen Ausbau ausgelegt. In den kommenden zwei Jahren sollen zusätzliche Systeme installiert werden, um die Übertragbarkeit der Prozesse in die Serienfertigung weiter zu testen. Mit der Kombination aus Entwicklung, praktischer Erprobung und lokaler Montage stärkt Aerotech seine Präsenz in Europa und unterstützt Kunden von der ersten Idee bis zur validierten industriellen Umsetzung.


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