Jenaer Leiterplatten meldet Insolvenzantrag und sichert Produktion am Standort
Die Jenaer Leiterplatten GmbH, ein Hersteller hochkomplexer Leiterplatten, hat beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Thorsten Springstub bestellt.
Das Unternehmen betonte, dass der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt wird. Die Produktion am Standort Jena laufe weiterhin auf hohem Niveau, bestehende Aufträge würden wie geplant und in gewohnter Qualität abgewickelt.
Für die rund 70 Mitarbeitenden sowie drei Auszubildenden sind die Löhne und Gehälter für die kommenden drei Monate durch Insolvenzgeld abgesichert. Die Vorfinanzierung wurde bereits eingeleitet.
Als Grund für den Insolvenzantrag nannte das Unternehmen kurzfristige Veränderungen in der Finanzierungsstruktur. Das Verfahren soll nun genutzt werden, um eine nachhaltige Sanierung und strategische Neuausrichtung einzuleiten. In diesem Zusammenhang ist ein Investorenprozess geplant, um neue strategische Partner zu gewinnen.
Die Jenaer Leiterplatten GmbH verfügt über langjährige Erfahrung in der Fertigung von Leiterplatten für sicherheitskritische Anwendungen, unter anderem in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit und Luftfahrt. Ziel des Unternehmens ist es, den Standort Jena sowie die Arbeitsplätze langfristig zu sichern.



