Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Battery_Alexandra_Koch
© Pixabay_Battery_Alexandra
Elektronikproduktion |

EV- und ESS-Batteriepreise steigen weiter

Die Preise für Batteriezellen haben im Dezember 2025 weiter zugelegt. Laut dem aktuellen „Lithium Battery Industry Chain Monthly Price Report“ von TrendForce stieg der durchschnittliche Preis für Batterie-Lithiumcarbonat im Monatsvergleich um 17 Prozent auf 103.000 CNY pro Tonne. Auch wichtige Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium, Kobalt und Elektrolyte verteuerten sich, was die Preise für LFP- und ternäre EV-Zellen (prismatisch und Pouch-Formate) um 2 bis 4 Prozent gegenüber November nach oben trieb.

Im Segment der Energiespeicher (ESS) sorgte die anhaltende Nachfrage nach Lageraufbau im Dezember für eine hohe Kapazitätsauslastung. Gleichzeitig führten steigende Kosten für LFP-Kathodenmaterialien, Flüssigelektrolyte und Kupferfolie zu höheren Angebotspreisen, wodurch die durchschnittlichen ESS-Zellpreise um 2 bis 3 Prozent zulegten.

TrendForce zufolge hat die starke Expansion des globalen ESS-Marktes im Jahr 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen, während der EV-Markt weiterhin robust wuchs. Dadurch verschiebt sich die Lithium-Ionen-Batterieindustrie schrittweise von einem Überangebot hin zu einem ausgeglichenen Markt, wobei einzelne Segmente in der zweiten Jahreshälfte 2025 bereits eine „angespannte Balance“ erreichten. In diesem Umfeld konnten sich insbesondere Anbieter von Lithiumressourcen, Lithiumcarbonat, Elektrolyten und Kobalt von zuvor unter Druck geratenen Margen erholen.

ESS treibt 2026 das Nachfragewachstum

Für 2026 erwartet TrendForce, dass das Angebot wichtiger Schlüsselminerale wie Lithium, Kobalt und Nickel aufgrund von Produktionskontrollen und Angebotsbeschränkungen langsamer wächst. Gleichzeitig zieht die Nachfrage wieder an, was diese Rohstoffe knapper machen könnte. Führende ESS-Anbieter prognostizieren Auslieferungszuwächse von 40 bis 50 Prozent im Jahresvergleich. In einem optimistischen Szenario könnten die weltweiten ESS-Batterielieferungen 2026 die Marke von 1.000 GWh überschreiten, womit ESS das dynamischste Nachfragesegment der Lithium-Ionen-Batterieindustrie wäre. Kurzfristig dürften die ESS-Zellpreise stabil bleiben, mit der Möglichkeit schrittweiser Anstiege im weiteren Jahresverlauf.

Im EV-Markt erwartet TrendForce für 2026 eine regional unterschiedliche Entwicklung. Während China mit einer Durchdringung von über 60 Prozent bei Pkw-EVs weiterhin führt, bremsen politische Anpassungen, auslaufende Subventionen und Handelshemmnisse die Elektrifizierung in Europa und den USA, was das globale Wachstum dämpfen dürfte.

Obwohl das erste Quartal saisonbedingt schwächer ausfällt – mit geringerer Fahrzeugnachfrage, niedrigeren Batterieabnahmen und angepassten Produktionsplänen – sorgen steigende Chemikalien- und Nichteisenmetallpreise weiterhin für Kostendruck. TrendForce rechnet daher damit, dass Preiserhöhungen bei EV-Zellen in Q1 2026 abflachen und die Preise weitgehend stabil bleiben.


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.01.13 17:40 V28.0.2-2
Anzeige
Anzeige