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© mikael damkier dreamstime.com Elektronikproduktion | 28 Februar 2017

Fusionskontrolle: NKT darf ABB-Sparte übernehmen

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der Sparten Hochspannungskabel und Stromkabelzubehör von ABB durch NKT nach der EU Fusionskontrollverordnung ohne Auflagen freigegeben.
Sowohl NKT als auch ABB entwickeln und vertreiben √ľber ihre Hochspannungssparte Stromkabel und Kabelzubeh√∂r. Die Kommission hat gepr√ľft, wie sich der Wegfall eines Konkurrenten auf den Wettbewerb auswirken w√ľrde und ob der Zusammenschluss dazu f√ľhren k√∂nnte, dass die verbleibenden Unternehmen in der Branche ihr Wettbewerbsverhalten abstimmen.

Die Pr√ľfung war wichtig, denn in dieser Branche hat es bereits kollusive Absprachen gegeben. So stellte die Kommission 2014 fest, dass die gr√∂√üten Hersteller von Hochspannungskabeln, darunter auch NKT und ABB, an einem Kartell zur Beschr√§nkung des Wettbewerbs bei Projekten im Zusammenhang mit Unterwasser- und Erdkabeln beteiligt waren. Die Hersteller hatten Absprachen √ľber die Aufteilung der M√§rkte und Kunden getroffen. An dem Kartell waren auch japanische und koreanische Hersteller beteiligt, die es unterlie√üen, Gebote f√ľr Projekte im EWR abzugeben, um sich aus dem Heimatgebiet der europ√§ischen Unternehmen herauszuhalten.

Die Kommission hat sich im Rahmen ihrer Pr√ľfung vor allem mit den sich √ľberschneidenden Gesch√§ftst√§tigkeiten der beiden Unternehmen im Hochspannungskabelbereich befasst, so insbesondere mit Drehstrom- und Gleichstrom-Unterwasserkabeln. Solche Kabel werden eingesetzt, um √úbertragungsnetze miteinander zu verbinden, die durch Wasser getrennt sind, also beispielsweise um Energie, die in Windparks auf See erzeugt wird, zum Festland zu leiten. NKT ist im Bereich der Gleichstrom-Unterwasserkabel ein potenzieller neuer Marktteilnehmer.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2