IQM investiert über 40 Millionen Euro in Ausbau der Produktion in Finnland
IQM Quantum Computers will mehr als 40 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktionsstätte in Finnland investieren, um die Entwicklung und Montage fortschrittlicher Quantencomputer zu beschleunigen.
Mit der Erweiterung soll sich die Reinraumfläche des Standorts nahezu verdoppeln und die System-Assembly-Kapazität deutlich steigen. Dadurch wird die Produktion von bis zu 30 Full-Stack-Quantencomputern pro Jahr möglich. Die integrierte Fertigungslinie wird die Herstellung von Quantenchips mit der Systemmontage kombinieren und so – nach Angaben des Unternehmens – eine der weltweit modernsten Einrichtungen dieser Art schaffen. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 geplant.
Die Investition folgt auf die jüngste Series-B-Finanzierungsrunde von IQM in Höhe von über 300 Millionen US-Dollar. Die modernisierte Anlage wird rund 8.000 Quadratmeter umfassen, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterstützen und zu skalierbaren, fehlertoleranten Quantumsystemen beitragen.
IQM plant, bis 2030 fehlertolerantes Quantencomputing zu erreichen und die Infrastruktur bis 2033 so auszubauen, dass Systeme mit einer Million Qubits unterstützt werden können.
„Dies wird eine der weltweit fortschrittlichsten Produktionsstätten für Quantencomputer sein, die Montagelinien und Chipproduktion kombiniert. Dieser Ansatz ermöglicht uns, in kritischen Bereichen zu skalieren, die entscheidend sind, um qualitativ hochwertige, stabile und fortschrittliche Lösungen in größerer Stückzahl auf den Markt zu bringen“, sagte Pasi Kivinen, Vice President of Operations bei IQM Quantum Computers, in der Mitteilung. „Die Erweiterung ist ein wichtiger Schritt, um die nächste Generation von Quantencomputern bereitzustellen und einen bedeutenden Beitrag zu leisten.“
Neben der kommerziellen Skalierung stärkt die Investition auch die Quantum-Supply-Chain in Finnland und Europa. Sie stellt sicher, dass Chipfertigung und Qualitätskontrolle mit zentralen EU-Initiativen wie der europäischen Quantenstrategie im Einklang stehen – und unterstützt damit technologische Souveränität sowie die globale Wettbewerbsfähigkeit in der Quanteninnovation.




