Nokia streicht 427 Stellen in Frankreich im Zuge der strategischen Neuausrichtung auf KI
Nokia plant, seine Belegschaft in Frankreich um 427 Stellen zu reduzieren – rund ein Fünftel der etwa 2.300 Beschäftigten im Land. Das berichtete die französische Wirtschaftszeitung Les Echos unter Berufung auf Gewerkschaftsangaben.
Die Stellenstreichungen sind Teil des globalen Restrukturierungsprogramms, das Nokia bereits 2023 angekündigt hatte. Betroffen sind vor allem Supportfunktionen, Services und Forschungs- und Entwicklungsbereiche. Die größten Auswirkungen werden an den Standorten Nozay und Massy in der Île-de-France erwartet, sowie in Lannion in der Bretagne, einem wichtigen F&E-Standort des Unternehmens.
In Lannion sollen 84 Arbeitsplätze wegfallen, die übrigen Stellen verteilt sich auf Nozay und Massy. Laut dem European Restructuring Monitor (ERM) entfallen 141 der gestrichenen Positionen auf Führungsebenen.
Nokia begründet die Maßnahmen mit der strategischen Verschiebung hin zu wachstumsstärkeren Bereichen wie künstlicher Intelligenz und Angeboten für Hyperscaler, während das Unternehmen seine Abhängigkeit von klassischen Telekommunikations- und Mobilfunkinfrastrukturen reduziert.
Die Stellenkürzungen sollen über ein freiwilliges Abfindungsprogramm umgesetzt werden.



