First Solar nimmt 1,1-Milliarden-Dollar-Werk in Louisiana in Betrieb
First Solar hat sein neues, vollständig vertikal integriertes Produktionswerk im US-Bundesstaat Louisiana eröffnet. Die Investition von 1,1 Milliarden US-Dollar schafft einen weiteren Meilenstein im Ausbau der amerikanischen Solarindustrie und erweitert die Fertigungskapazitäten des Unternehmens erheblich.
Die rund 223.000 m² große Fabrik in Iberia Parish beschäftigt derzeit über 700 Mitarbeitende, bis Jahresende sollen es 826 sein. Nach vollständiger Hochlaufphase wird das Werk eine zusätzliche jährliche Kapazität von 3,5 Gigawatt erreichen. Damit steigert First Solar seine US-Produktionskapazität auf 14 GW im Jahr 2026 und auf 17,7 GW im Jahr 2027, wenn auch der neue Standort in South Carolina vollständig in Betrieb ist.
Ein zentrales Merkmal der Anlage ist die Unabhängigkeit von chinesischen kristallinen Siliziumlieferketten. Produziert werden Series-7-Module auf Basis amerikanischer Vorprodukte – darunter Glas aus Illinois und Ohio sowie Stahl aus Mississippi, der in Louisiana weiterverarbeitet wird.
Die Fertigung setzt stark auf Automatisierung und KI: Mit Computer Vision und Deep-Learning-Systemen erkennen Maschinen Defekte in Echtzeit, während KI-gestützte Tools Mitarbeitende bei Entscheidungen und Prozessoptimierungen unterstützen.
Politische Vertreter betonten bei der Eröffnung die Bedeutung der Investition für die regionale Wirtschaft und die Stärkung der US-Industrie. First Solar CEO Mark Widmar erklärte, dass das Werk ein Beispiel für erfolgreiche Reindustrialisierung sei – basierend auf lokaler Wertschöpfung, amerikanischen Materialien und qualifizierten Arbeitsplätzen.
Bis Ende 2026 erwartet First Solar, mehr als 5.500 Mitarbeitende in den USA zu beschäftigen, mit einem kumulierten Investitionsvolumen von rund 4 Milliarden US-Dollar.



