China setzt Exportverbot für Gallium, Germanium und Antimon in die USA aus
China hat das Ausfuhrverbot für die strategisch wichtigen Metalle Gallium, Germanium und Antimon in die Vereinigten Staaten vorübergehend aufgehoben. Das berichtete Reuters unter Berufung auf eine Mitteilung des chinesischen Handelsministeriums.
Das Verbot war ursprünglich Ende 2024 als Reaktion auf US-Exportbeschränkungen für Chinas Halbleiterindustrie eingeführt worden. Mit der jetzigen Entscheidung werden die Beschränkungen bis zum 27. November 2026 ausgesetzt. Dennoch bleiben die Materialien weiterhin exportlizenzpflichtig, und Lieferungen für militärische Zwecke bleiben untersagt.
Die drei Metalle gelten als kritisch für Hightech- und Verteidigungsanwendungen – sie werden unter anderem in Halbleitern, Glasfaserkabeln, Sensoren und flammhemmenden Materialien eingesetzt. Die vorangegangenen Ausfuhrbeschränkungen hatten in den USA bereits zu Versorgungsengpässen geführt und die Abhängigkeit westlicher Hersteller von chinesischen Lieferketten deutlich gemacht.
Laut Reuters signalisiert die Entscheidung Pekings sowohl ein Entgegenkommen im angespannten Verhältnis zu den USA als auch eine strategische Flexibilität im Umgang mit Rohstoffexporten. China behält sich weiterhin die Kontrolle über die Ausfuhr dieser kritischen Materialien vor, während Washington seinerseits an Maßnahmen zur Diversifizierung seiner Rohstoffquellen arbeitet.
Die Aussetzung des Verbots könnte kurzfristig zur Entlastung der globalen Lieferketten beitragen, bleibt jedoch ein politisch sensibles Signal im fortdauernden Technologie- und Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

