Kupferpreise stabil nach September-Rallye – neue Risiken treten auf
Die Kupferpreise halten sich in London stabil, nachdem sie im September ihre stärkste Monatsrallye seit Juni verzeichnet hatten – ein Plus von 3,7 Prozent. Der Dreimonatskontrakt an der London Metal Exchange (LME) schloss die letzte Sitzung bei 10.268 USD je Tonne, 146 USD weniger als am Vortag.
In New York notierte Kupfer an der Comex bei 4,8515 USD je Pfund, während die Futures in Shanghai um 1,45 Prozent auf 83.260 CNY je Tonne stiegen.
Der Preisanstieg im September wurde durch wachsende Angebotsrisiken bei wichtigen Produzenten befeuert – Entwicklungen, die der Markt in den vergangenen Wochen genau verfolgte. Wie bereits berichtet, hatten Probleme in der Grasberg-Mine in Indonesien sowie Streiks und politische Spannungen in Peru die Versorgungserwartungen belastet.
Aktuell rücken jedoch auch makroökonomische Risiken in den Fokus. Der erste US-Regierungsstillstand seit 2018 wirft neue Fragen zur Stabilität des Dollars auf. Ein schwächerer USD könnte Rohstoffe wie Kupfer stützen, da sie für Käufer in anderen Währungen günstiger würden.
Trotz der jüngsten Rallye liegt der Kupferpreis noch unter dem Höchststand von über 11.000 USD je Tonne, der im Mai 2024 erreicht wurde. Mit Beginn der Golden-Week-Feiertage in China und der politischen Unsicherheit in den USA bleibt abzuwarten, ob Kupfer sein aktuelles Momentum halten kann.
