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© fbdi Analysen | 15 November 2016

Deutsche Bauelemente-Distribution mit leichtem Umsatzrückgang

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) verlor im dritten Quartal 2016 leicht an Boden (-3,4 Prozent) Book-to-Bill-Rate positiv.

Mit einem leichten Umsatzminus beendete die deutsche Bauelemente-Distribution das dritte Quartal 2016. Um 3,4 Prozent auf EUR 802 Millionen sanken die Verkäufe der im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi e.V.) gemeldeten Unternehmen in Deutschland. Die Aufträge legten dagegen um 0,5 Prozent zu (EUR 809 Millionen). Die sich daraus ergebende Book-to-Bill-Rate lag mit 1,1 im positiven Bereich. Dem Rückgang liegt jedoch zum Teil ein technischer Effekt zugrunde, denn das dritte Quartal 2015 beinhaltete für Unternehmen, die nach Fiskalkalender und nicht nach Kalendermonat abrechnen, eine ganze Woche mehr. Ohne diesen Effekt wäre das Umsatzergebnis ausgeglichen. Die Halbleiterumsätze sanken um 2,6 Prozent auf EUR 565 Millionen (Auftragseingang: EUR 555 Millionen), was einem Anteil am Gesamtumsatz von 70 Prozent entspricht. Die passiven Bauelemente brachten 2,4 Prozent weniger Umsatz, nämlich EUR 111 Millionen (Auftragseingang: EUR 116 Millionen), etwa 14 Prozent des Gesamtumsatzes. Schlechter erwischte es die Elektromechanik, die um 5 Prozent auf EUR 74 Millionen abrutschte, ein Anteil von gut 9 Prozent. Andere Bauelemente: Displays -25 Prozent (Sondereffekt); Sensoren -0,1 Prozent, Stromversorgungen 7,9 Prozent. FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: "2016 bleibt mit bis dato knapp 4 Prozent Umsatzwachstum ein solides Jahr für die Distribution. Angesichts aller Unsicherheiten, die der Gesamtmarkt mit sich bringt – Abgasskandal, schwächeres Wachstum in China, politische Unsicherheiten in und um Europa – erweist sich der deutsche Hightech-Markt als sehr robust. Auch die Auftragslage lässt zumindest nicht mit einer massiven Verschlechterung der Aussichten für nächstes Jahr rechnen." "Allerdings bereitet die massive Konsolidierung gerade bei den Halbleiterherstellern Kopfzerbrechen", so Steinberger weiter. "Der weltweite Halbleitermarkt schwächelt, also werden Synergien durch Akquisitionen gesucht, und Gewinne durch Druck auf den Vertriebskanal optimiert. Das ist weder für die Kunden noch die Distributoren gut. Nachhaltigkeit sieht anders aus."
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2019.10.22 20:26 V14.6.0-1