Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Allgemein | 16 April 2007

BASF und Polyera entwickeln neuartige Halbleiter

Die BASF Future Business GmbH, Ludwigshafen, erweitert ihr Technologieportfolio und Kooperationsnetzwerk im Bereich gedruckter Elektronik und startet hierzu eine Kooperation mit der amerikanischen Firma Polyera Corporation, Illinois.
Ziel ist die Entwicklung und Vermarktung neuartiger organischer Halbleiter und Dielektrika zur Herstellung gedruckter CMOS-analoger Schaltungen. FĂŒr die Entwicklung der Materialien und die Realisierung eines Prototypen einer gedruckten CMOS-Schaltung wird mit einem Zeitbedarf von drei Jahren gerechnet.

Seit ihrer Entwicklung in den 60er Jahren, haben sich CMOS-Schaltungen zur dominierenden Technologie in der Mikroelektronik entwickelt. Herkömmliche CMOS-Schaltungen basieren auf anorganischen Materialien und werden in sehr aufwÀndigen Prozessen gefertigt.

Organische Materialsysteme ermöglichen es, CMOS-Schaltungen auf flexible Substrate zu drucken. Das macht organische CMOS-Schaltungen kostengĂŒnstiger und einfacher in der Produktion als herkömmliche CMOS-Schaltungen. Gedruckte organische Elektronik wird dadurch in der Lage sein, neue MĂ€rkte zu eröffnen, die fĂŒr konventionelle Elektronik nicht zugĂ€nglich sind. Das Marktvolumen fĂŒr gedruckte organische Elektronik wird nach AbschĂ€tzung des Marktforschungsunternehmens IDTechEx, Cambridge, U.K., von heute etwa 3 Milliarden Euro auf ĂŒber 30 Milliarden Euro im Jahr 2015 wachsen. Typische Anwendungsgebiete werden in der Herstellung von RFID-tags (ĂŒber Radiowellen identifizierbare Etiketten), Speicherbausteinen oder flexiblen Displays (elektronisches Papier) liegen.

„Polyera verfĂŒgt ĂŒber umfangreiches Wissen im Design und zur Herstellung von Halbleitern und Dielektrika, sowie zur Physik von Transistoren. Damit ergĂ€nzt Polyera hervorragend die Kompetenz, die BASF intern und im Rahmen weiterer Kooperationen auf diesem Gebiet aufgebaut hat“, sagt Dr. Peter Eckerle, Projektleiter bei der BASF Future Business. „Wir sind damit sehr gut positioniert, um ĂŒberlegene neue Materialsysteme zu entwickeln und den wachsenden Bedarf des Marktes zu decken.“

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit BASF. Über die VerstĂ€rkung im Bereich der Erforschung neuartiger Materialsysteme hinaus ist die Kompetenz von BASF, Produkte schnell in grĂ¶ĂŸeren Mengen produzieren und in den Markt bringen zu können, fĂŒr uns sehr wichtig. Das Fehlen geeigneter Materialien wird in der Industrie als eine der Hauptherausforderungen angesehen. Wir sind ĂŒberzeugt, dass unsere Kooperation die Entwicklung gedruckter Elektronik ein großes StĂŒck voran bringt.“, so Philippe Inagaki, MitbegrĂŒnder von Polyera Corporation.
zum Seitenanfang

Die Polyera Corporation hat ihren Firmensitz im Illinois Science and Technology Park, Skokie, Illinois. Seit der GrĂŒndung im August 2005 als Start-up der Northwestern University, ist das Unternehmen zu einem fĂŒhrenden Entwickler von Materialien und Technologien fĂŒr die Industrie der gedruckten Elektronik geworden.

Die BASF Future Business GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der BASF Aktiengesellschaft und wurde im April 2001 gegrĂŒndet. Ziel des Unternehmens ist es, GeschĂ€ftsfelder mit ĂŒberdurchschnittlichen Wachstumsraten zu eröffnen, die außerhalb der gĂ€ngigen BASF-AktivitĂ€ten liegen. Das Unternehmen konzentriert sich auf Chemie-basierte neue Materialien, Technologien und Systemlösungen.
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2018.11.14 11:24 V11.8.1-2