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© maksim pasko dreamstime.com Analysen | 16 M√§rz 2016

Digitalisierung der Industrie geht nur mit Europa

Aus Sicht des deutschen Maschinenbaus kann die Digitalisierung der Wirtschaft nur in Zusammenarbeit unter den EU-Staaten gelingen.
Der VDMA unterst√ľtzt die Sicht von EU-Digitalkommissar G√ľnther Oettinger, der in seiner Er√∂ffnungsrede zur CeBIT die Bedeutung des europ√§ischen Binnenmarktes f√ľr die Verbreitung digitaler Technologien betont hat.

‚ÄěDie Unternehmen brauchen einen umfassenden Binnenmarkt, um innovative Technologien ungehindert in ganz Europa verkaufen zu k√∂nnen. Nur mit einem starken Heimatmarkt im R√ľcken k√∂nnen die deutschen Anbieter auch im globalen Wettbewerb erfolgreich sein. Industrie 4.0 muss daher europ√§isch gedacht werden“, sagt Holger Kunze, Leiter des VDMA European Office. ‚ÄěDie Digitalisierung der Industrie stellt auch die Politik vor ganz neue Herausforderungen. In der Industrie 4.0 verschmelzen physische und digitale G√ľter. Eine Trennung in einen digitalen und einen traditionellen Binnenmarkt, wie wir sie bisher gesehen haben, kann es in Zukunft nicht mehr geben.“

Mit Blick auf die Investitionsg√ľterindustrie wird dabei deutlich, dass f√ľr eine erfolgreiche Digitalisierung der Industrie die IT den Bezug zur Produktionstechnologie herstellen muss: ‚ÄěDie Digitalisierung braucht die Anwenderperspektive, nur dann ist das Zusammenwirken von IT und Maschinen in der Industrie 4.0 erfolgreich. Neue Digitalisierungs-L√∂sungen m√ľssen daher den Bedarf und die tats√§chlichen Anwendungsrealit√§ten der Maschinen- und Anlagenbauer mitdenken“, sagt Rainer Glatz, Gesch√§ftsf√ľhrer der Fachverb√§nde Elektrische Automation und Software im VDMA.

Vorhandene ERP-Systeme von hohem Wert

Zudem wird mit Blick auf die Produktion die Bedeutung vorhandener Unternehmenssoftwarel√∂sungen und insbesondere von ERP-Systemen deutlich. Diese Systeme haben f√ľr die Umsetzung von Industrie 4.0 im Unternehmen einen hohen Wert, denn sie sind funktional ausgereift und leistungsf√§hig. Dazu Glatz: ‚ÄěDer erste Blick der Unternehmen sollte auf den eigenen IT-Bestand gerichtet sein. Die Frage lautet: Welche Systeme sind vorhanden und welchen Mehrwert k√∂nnen sie zur Vernetzung in der Produktion und im Unternehmensverbund erbringen? Denn ERP-Systeme werden auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Koordination von Wertsch√∂pfungsprozessen leisten.“
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