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© norebbo dreamstime.com Elektronikproduktion | 15 Februar 2016

LPKF nimmt neue Märkte ins Visier

Der Trend zur Miniaturisierung in der Elektronikindustrie ist in vollem Gang; elektronische Bauteile werden immer komplexer und erfordern eine bisher unerreichte PrÀzision bei der Bearbeitung.
Vor diesem Hintergrund nimmt der Laserspezialist LPKF jetzt zwei neue MĂ€rkte ins Visier.

Lasersysteme fĂŒr die Forschung

LPKF ist weltweit fĂŒhrend als Anbieter von mechanischen und laserbasierten Systemen zur Herstellung von Leiterplattenprototypen fĂŒr die Entwicklung. Lars FĂŒhrmann, strategischer Produktmanager fĂŒr diesen Bereich, erlĂ€utert: „Wir erhalten zunehmend Anfragen aus Forschungsabteilungen zur Bearbeitung ganz besonders anspruchsvoller Materialien. Die Kunden brauchen flexible Verfahren, die hochprĂ€zise arbeiten und eine verlĂ€ssliche ProzessfĂŒhrung garantieren.“

LPKF sieht in dem neuen Markt "Scientific Prototyping" Wachstumspotenziale und fasst dort alle Lasersysteme außerhalb der klassischen Leiterplattenbearbeitung zusammen.

„Langfristig kann man davon ausgehen, dass Technologien, die heute in der Forschung eingesetzt werden, in einigen Jahren in der Massenproduktion zum Standard werden“, sagt Bereichsleiterin Britta Schulz, „deshalb ist es besonders gut, frĂŒhzeitig den Fuß in der TĂŒr zu haben.“

Lasersysteme fĂŒr die Chip-Industrie

Ein ganz neuer Markt, in den LPKF im laufenden Jahr vordringt, ist der Halbleitermarkt. Als erstes Glied in der Kette der Elektronikproduktion geben die Chiphersteller den Takt vor und treiben die Miniaturisierung voran. Elektronische Bauteile werden zunehmend ĂŒbereinander statt nebeneinander auf der Leiterplatte angeordnet. Sogenannte Multichipmodule stellen neue Anforderungen an die Chip-GehĂ€use und an die eingesetzten Materialien.

Das Potenzial fĂŒr LPKF besteht zunĂ€chst darin, Glas als wirtschaftliche Alternative bei der Herstellung von Interposern zu etablieren und dann den breiten Markt des Halbleiter-Packaging mit der zum Patent angemeldeten TGV-Technologie auszurĂŒsten. „Das erste Vitrion-System haben wir an einen Kunden in Asien fĂŒr die Fertigung von Glas-Interposern geliefert“, sagt Bereichsleiter Nils Heininger, „damit ist der erste Schritt in diesen fĂŒr LPKF ganz neuen Markt getan.“
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1