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© Seidel Elektronikproduktion | 09 Februar 2016

Im Gespräch mit Dr. Maximilian Seidel

Im Februar wurde die Seidel Electronics Group an den neuen EigentĂŒmer SVI ĂŒbergeben. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Maximilian Seidel sprach mit uns diesbezĂŒglich ĂŒber GrĂŒnde, Weiterentwicklung und Neuorientierung.

Dr. Maximilian Seidel
© Seidel
Mit dem Verkauf der Seidel Electronics Group an SVI wurde ein asiatisches Unternehmen gewÀhlt und kein europÀisches.

Dr. Maximilian Seidel, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Seidel Holding GmbH, sieht dies positiv, denn gerade deshalb ergĂ€nzen sich beide Unternehmen sehr gut miteinander: „Zum einen brauchten unsere Kunden von Seidel eine Lösung im asiatischen Raum, um fĂŒr Asien zu produzieren, auf der anderen Seite macht SVI ĂŒber 80 Prozent seines Umsatzes in Europa. Die Kunden von SVI hatten natĂŒrlich auch den Wunsch, nĂ€her an SVI zu sein bzw. auch Produktionsmöglichkeiten in Europa und vor allem in Osteuropa zu nutzen. Diese Möglichkeiten hatte SVI bislang nicht.“

Durch die neue Aufstellung können genau diese WĂŒnschen erfĂŒllt werden. Eine Übernahme durch beispielsweise ein anderes österreichisches Unternehmen hĂ€tte wenig Sinn ergeben, so die Ansicht von Dr. Maximilian Seidel, denn dadurch hĂ€tte es keine VerĂ€nderungen bezĂŒglich der Standorte und Kundenkreise gegeben.

Wieso Seidel ĂŒberhaupt einen Verkauf in ErwĂ€gung gezogen hat, liegt vor allem an den globalen Tendenzen innerhalb der Branche.

„Wir sehen in der Branche ganz klar, dass es in den nĂ€chsten Jahren eine Tendenz zu weiteren Konsolidierungen geben wird. Wir waren mit dem, was wir im High-Mix-Volume-Bereich getan haben, zwar die grĂ¶ĂŸten in Österreich, doch um den Kunden in Zukunft auch das bieten zu können, was der Markt braucht, muss man schlussendlich einfach grĂ¶ĂŸer sein“, so erklĂ€rt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Seidel Holding.

© Seidel
In der Zukunft ist es wichtig, dass Unternehmen wettbewerbsfĂ€hige Preise anbieten können und global aufgestellt sind. Mit viel Zeitaufwand und ein wenig GlĂŒck lĂ€sst sich dieser Schritt auch organisch aufbauen, doch die Seidel Electronics Group hat sich gegen diesen schwierigeren Weg entschieden. „Wir haben gesehen wie sich der Markt beschleunigt und wie dynamisch dieser ist und aus diesem Grund schien uns die Lösung, die Seidel Electronics Group an SVI zu verkaufen, absolut richtig zu sein“, so Dr. Seidel. „Ich nehme auch an, dass in den nĂ€chsten Jahren auch andere Unternehmen diesem Beispiel folgen werden.“

SVI hat neben dem Hauptsitz im österreichischen Deutschlandberg auch die Standorte in Ungarn und in der Slowakei ĂŒbernommen. Vorkehrung bezĂŒglich der Sicherung der Standorte und der ArbeitsplĂ€tze hat die Seidel Holding vertraglich nicht abgeschlossen, doch nach dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer wurde dies auch nicht als nötig erachtet, denn „jeder Standort ist fĂŒr SVI von absolutem Mehrwert. SVI hat fĂŒr jeden einzelnen Standort eine eigene Strategie und eine eigene Verwendung. Außerdem wollen sie die Ressourcen weiterhin nutzen und die Standorte mittel- und langfristig weiter ausbauen.“

Die Seidel Holding will nun damit weitermachen, womit schon in den letzen Jahren begonnen wurde, und in österreichische Start-ups und Projekte investieren. „Die Start-ups und Projekte kommen aus verschiedenen Bereichen, haben jedoch alle etwas mit einem elektronischen Produkt zu tun, denn hier können wir natĂŒrlich den meisten Mehrwert bieten, sowohl im Bereich der Entwicklung als auch in der Produktion“, so erklĂ€rt Dr. Maximilian Seidel die Neuorientierung seines Unternehmens.

„Über den neuen EigentĂŒmer bin ich sehr glĂŒcklich, da dieser nicht nur unsere strategische Ausrichtung teilt, sondern auch die unternehmerischen Werte. Beide Unternehmen haben sich von Beginn an verstanden, was schlussendlich auch der SchlĂŒssel zum Erfolg war“, mit diesen positiven Worten schließt Dr. Maximilian Seidel.
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