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© aydindurdu dreamstime.com Analysen | 29 Januar 2016

Smartphone-Hersteller profitieren von Kinderarbeit

Bedeutende globale Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony können nicht garantieren, dass in ihren Produkten kein Kobalt aus Kinderarbeit genutzt wird.
In kongolesischen Minen arbeiten schon Kinder ab sieben Jahren unter lebensgef√§hrlichen Bedingungen, um Kobalt f√ľr Elektroger√§te abzubauen, die aus dem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind. Bedeutende globale Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony k√∂nnen nicht garantieren, dass in ihren Produkten kein Kobalt aus Kinderarbeit genutzt wird. Dies geht aus einem heute ver√∂ffentlichten Bericht von Amnesty International und Afrewatch hervor. Der gemeinsame Bericht "This is what we die for" zeigt, wie schon Kinder ab sieben Jahren unter lebensgef√§hrlichen Bedingungen in kongolesischen Minen das wertvolle Mineral abbauen. "Die Elektronikkonzerne nutzen Kobalt f√ľr die Akkus ihrer Smartphones, Tablets und Laptops, also in Ger√§ten, die aus unserem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind", sagt Verena Haan, Expertin f√ľr Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International in Deutschland. "In der Demokratischen Republik Kongo - wo mehr als die H√§lfte des weltweiten Kobalts gewonnen wird - riskieren M√§nner, Frauen und Kinder im Kleinstbergbau t√§glich ihre Gesundheit und ihr Leben. Allein im S√ľdkongo starben zwischen September 2014 und Dezember 2015 mindestens 80 Bergleute", so Haan. "Globale Unternehmen d√ľrfen sich nicht darauf berufen, dass sie angeblich nicht √ľberpr√ľfen k√∂nnen, woher wichtige Mineralien in ihrer Produktion kommen". "Alle an der Kobalt-Lieferkette beteiligten Unternehmen m√ľssen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und dies auch √∂ffentlich machen. Falls sie von Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette erfahren, m√ľssen sie sofort Abhilfe leisten - so wie es die UN-Leitprinzipien f√ľr Wirtschaft und Menschenrechte verlangen", sagt Haan. Amnesty fordert: Die Regierungen der L√§nder, in denen die im Bericht erw√§hnten Unternehmen sitzen, also zum Beispiel die USA, S√ľdkorea und Japan, m√ľssen von den Konzernen mehr Transparenz einfordern. "Ohne entsprechende Gesetze, die Unternehmen dazu verpflichten, Informationen √ľber die Herkunft der Mineralien und ihrer Zulieferer zu pr√ľfen und zu ver√∂ffentlichen, k√∂nnen die Elektronik-Konzerne weiterhin von Menschenrechtsverletzungen profitieren", sagt Haan.
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