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© vinnstock dreamstime.com Analysen | 03 Dezember 2015

Automobil-Elektronik weiter auf Wachstumskurs

Der weltweite Bedarf an Halbleitern für die Automobil-Elektronik ist 2014 auf fast 35 Milliarden Dollar gewachsen. In den kommenden fünf Jahren wird ein jährliches Wachstum von ca. 4,5 Prozent erwartet, meldete der ZVEI.

ZVEI-Präsident Michael Ziesemer hob die Bedeutung der Mikroelektronik für die Zukunft der Automobilindustrie hervor: „Innovationen im Automobilbau kommen heute in der Regel nicht mehr aus der Fahrzeugtechnik, sondern sind zu 80 Prozent von Mikroelektronik und Software getrieben.“ Eine wachsende Rolle spielten dabei Digitalisierung und Vernetzung. Für 2016 rechne man damit, dass 80 Prozent der Neuwagen mit Datenknoten außerhalb des Fahrzeugs vernetzt sein werden. Vorrangig ist für den ZVEI der vertrauensvolle Umgang mit den von Sensoren im Auto produzierten Daten. Die Verknüpfung und Analyse der Daten könne erheblichen Nutzen stiften. Sie berge aber auch Risiken, die vielen Menschen Sorgen bereiten, so Ziesemer. „Diese Sorgen nehmen der ZVEI und seine Mitgliedsunternehmen sehr ernst.“ Es sei zu klären, wer der Eigentümer der Daten sei, wer sie wofür auswerten dürfe – der Staat, der Automobilbauer, der Zulieferer oder gegebenenfalls der Fahrer. Ziesemer betonte: „Die deutsche Elektroindustrie bekennt sich ausdrücklich zur digitalen Selbstbestimmung.“ Erforderlich seien Transparenz, Einflussmöglichkeit der Betroffenen, Sicherheit und Einfachheit, um Akzeptanz und Vertrauen der Bürger in die Digitalisierung zu fördern. Voraussetzung für Akzeptanz der Digitalisierung sei zudem Cybersicherheit. Europäische Unternehmen seien hier mit Kryptologie-Technologie sowohl auf der Hardware- als auch auf der Softwareseite führend, betonte Ziesemer. Klaus Meder, Vorsitzender der ZVEI-Themenplattform Automotive, berichtete, für die deutsche Mikroelektronikindustrie habe der Bereich Automotive mit 44 Prozent Anteil an der Produktion besonderes Gewicht. Seit dem Jahr 2000 habe sich weltweit der durchschnittliche Wert der im Fahrzeug verbauten Halbleiter trotz Preisverfall auf 400 Dollar im Jahr 2014 nahezu verdoppelt. Meder: „Ein Ende des Trends ist derzeit nicht in Sicht.“ Schon heute entfielen 30 Prozent des Produktionswerts eines Autos auf Elektrotechnik und Elektronik, mit wachsender Tendenz. Die Elektronikproduktion für Automobilanwendungen habe in Deutschland und Japan mit jeweils 6,5 Milliarden Dollar im Jahr 2014 weltweit auf dem dritten Platz gelegen, nach Asien und den USA.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1