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© filipefrazao84 dreamstime.com_ Elektronikproduktion | 27 November 2015

Geschäftsbetrieb von Periscope weiterhin sichergestellt

Geschäftsführer Heinrich Ollendiek beabsichtigt die Restrukturierung der Periscope GmbH, Paderborn, durch ein Eigenverwaltungsverfahren weiter zu forcieren.

Das Amtsgericht Paderborn hat dem Antrag des Unternehmens entsprochen und die Eigenverwaltung mit dem Ziel der Fortführung des Unternehmens zugelassen. Das Besondere des Eigenverwaltungsverfahrens ist, dass die unternehmerische Verantwortung in den Händen der bisherigen Geschäftsführer bleibt und diese den Sanierungsprozess selbstständig durchführen kann.
Geschäftsführer Heinrich Ollendiek © Periscope
Die Löhne und Gehälter der 330 Mitarbeiter sind in den nächsten drei Monaten über das Insolvenzgeld gesichert. Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage ist der Weggang von zwei Großkunden. Im Segment Industrie bezieht ein Kunde seine Lieferungen nunmehr aus günstigeren Produktionen aus Asien. Ein Automobilzulieferant hat einen Auftrag verloren und daraufhin seine Lieferung bei Persicope storniert. In diesem Jahr muss das Unternehmen aus Paderborn einen Umsatzrückgang von 30 Prozent in diesem Segment kompensieren. „Wir sind gezwungen, die Kosten an die gesunkenen Umsätze anzupassen, um wieder wettbewerbsfähig agieren zu können. Die bisherigen Sanierungsmaßnahmen, die mit viel Engagement angegangen worden sind, haben leider noch nicht zu den notwendigen Einsparungen geführt, die wir erreichen müssen. Deshalb werden wir erneut alles auf den Prüfstand stellen", erklärte Ollendiek. Ein wesentlicher Kostentreiber sind die Personalaufwendungen, die laut einem externen Gutachten rund 20 Prozent über dem Wettbewerb liegen. Eine Anpassung der Personalstruktur ist deshalb unabdingbar. „Wir werden jetzt sehr schnell das Gespräch mit den Betriebsräten suchen. Ich bin davon überzeugt, dass wir im Dialog mit den Vertretern der Arbeitnehmer konstruktiv eine ausgewogene Lösungen entwickeln werden“, so Ollendiek weiter.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1