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© infineon Elektronikproduktion | 29 Oktober 2015

Infineon startet "Industrie 4.0" in Österreich

Die Infineon Technologies Austria AG hat einen neuen Gebäudekomplex für Produktion sowie Forschung und Entwicklung eröffnet.

Die Erweiterung wird mit Investitionen und Forschungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 290 Millionen Euro bis 2017 vorangetrieben. Ihr Schwerpunkt liegt in der Gestaltung des Entwicklungs- und Fertigungsumfelds nach Prinzipien von Industrie 4.0. „Die Digitalisierung, also die Verbindung der realen mit der digitalen Welt, ist für Infineon ein zentrales Thema“, sagte Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. „Wir haben die richtigen Produkte und Lösungen dafür, sehen aber auch ein großes Potenzial, daraus einen Vorsprung auf dem Markt zu schaffen. Mit Industrie 4.0 werden wir die Innovation beschleunigen sowie Produktivität und Qualität verbessern. Die Lösungen, die in Villach erarbeitet werden, wollen wir im gesamten Infineon-Netzwerk und im Verbund mit Kunden und Lieferanten nutzen.“ Die Umsetzung von Industrie 4.0 verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, dank zunehmender Vernetzung und damit einer höheren Effizienz. Die vernetzte Fabrik der Zukunft ist unter anderem gekennzeichnet durch einen hohen Automatisierungsgrad, tiefe horizontale und vertikale Integration der Produktions- und Logistikprozesse sowie durch die Verwendung erweiterter Analysemethoden für große Datenmengen. Den weltweiten Trend zur vernetzten und wissensintensiven Produktion gestaltet Infineon auf zwei Ebenen mit: Einerseits durch das Entwickeln und Herstellen von Mikrochips und Sensorik, die in intelligenten Fabriken zum Einsatz kommen. Andererseits als Unternehmen, das Industrie-4.0-Technologien selbst konsequent und im großen Stil anwendet. Um das Potenzial der vernetzten Produktion voll auszuschöpfen, werden neben den erforderlichen Technologien auch Fachkräfte benötigt, die sie bedienen und in bestehende Abläufe integrieren können. Infineon wird dazu Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbieten und neue Job-Profile schaffen: Beispielsweise überwachen künftig so genannte Work Area Controller von mobilen Leitständen aus die Produktion und steuern die Systeme. Visuelle Assistenzsysteme wie Tablets oder Datenbrillen unterstützen die Informationsverarbeitung. Bis 2017 rechnet Infineon in Villach mit rund 200 neuen F&E-Arbeitsplätzen. Bereits heute sind davon 130 Stellen besetzt. „Industrie 4.0 bietet uns die gewaltige Chance, industrielle Produktion in Europa zu halten und zu stärken“, sagte Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. „Das setzen wir jetzt in Villach um, indem wir Entwicklung und Produktion mit ‚Intelligenz 4.0‘ verknüpfen und dadurch schneller und effizienter innovative Produkte für unsere weltweiten Kunden anbieten können. Gleichzeitig schaffen wir konkrete Beispiele für die Arbeitsplätze der Zukunft. So zeigen wir als Innovationsstandort im Infineon-Verbund, wie wissensintensive Fertigung im Produktionsalltag mit 13 Milliarden produzierten Chips pro Jahr aussehen kann.“ Auch künftig will der Halbleiter-Hersteller kontinuierlich bahnbrechende Innovationen auf den Weg bringen: Infineon ist das weltweit erste und einzige Unternehmen, das Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Dünnwafern fertigt. Obwohl sie kaum dicker sind als ein Blatt Papier, verfügen die Chips über elektrisch aktive Strukturen auf Vorder- und Rückseite. Das Wirtschaftsmagazin „trend“ bestätigte Infineon als forschungsstärkstes Unternehmen 2014, unter 500 untersuchten Unternehmen in Österreich. Erste Elemente einer intelligenten Fabrik sind in Villach bereits seit Jahren im Einsatz: Alle Produkte sind in der Fertigung permanent und eindeutig lokalisierbar. Zudem liefert jedes fertige Produkt Messdaten, die in den laufenden Herstellungsprozess einfließen und die Bedingungen für nachfolgende Produkte optimieren. In dem neuen Gebäudeverbund kombiniert Infineon zunehmend Sensorik mit Kommunikations- und Datenverarbeitungssystemen. Dadurch können Entscheidungen in der Produktion künftig verstärkt selbststeuernd getroffen werden. Ein Beispiel ist die zustandsorientierte Wartung, die von der Maschine selbst veranlasst wird. Zudem soll die intelligente Steuerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs in den neu errichteten Gebäuden die Kosten um bis zu 15 Prozent gegenüber den bisherigen Anlagen senken. Damit unterstreicht Infineon seinen Anspruch, das Leben einfacher, sicher und umweltfreundlicher zu machen.
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2019.10.22 20:26 V14.6.0-2