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© ginasanders dreamstime.com Elektronikproduktion | 02 Oktober 2015

Connected Cars: Möglichkeiten und Ängste gehen Hand in Hand

Connected Cars werden zu neuen Möglichkeiten führen, sowohl im Bereich der Sicherheit als auch in dem des Komforts. Aktuell hat es bereits einige Berichte über Sicherheitsprobleme gegeben.
Vor kurzem hatte beispielsweise ein Student der Auto-Community Angst und Schrecken eingejagt, als es ihm gelang, mit einer selbstgebauten Fernbedienung, die Scheibenwischer zu bedienen, das Schloss zu entriegeln und mit der Fernbedienung sogar den Motor zu starten oder die Lichter zum Blinken zu bringen. Jetzt, da Autos mit dem Internet verbunden sind, werden solche Fälle viel häufiger auftreten. Heute befinden wir uns in einer Situation, in der die meisten Autos, zumindest im Premium-Segment, mit dem Internet verbunden werden. Tomas Olovsson, Associate Professor an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, Schweden, und Forscher im Bereich der Kraftfahrzeugsicherheit, ist der Ansicht, dass in absehbarer Zeit, Autos, die mit dem Internet verbunden sind, auf unseren Straßen zur Selbstverständlichkeit werden. „Ich denke, dass wir in kürzester Zeit, innerhalb von fünf Jahren, Autos haben werden, die ihre Fahrer bei bestimmten Befehlen unterstützen können. Unter anderem bei Gefahrensituationen, wie beispielsweise gefährliche Spurenwechsel oder Überholmanöver, in denen das Auto durch die Kommunikation mit der Umwelt weiß, was in Kürze passieren wird und so helfen kann“, meint Tomas Olovsson. Soweit, so gut. Aber diese Technologie, wie so ziemlich jede andere Technologie, kann auch für ganz andere Zwecke missbraucht werden. In einem weiteren bemerkenswerten Fall im vergangenen Sommer zeigten einige Forscher, dass sie ein Auto über das Mobilfunknetz hacken konnten. Dies führte dazu, dass Fiat-Chrysler ein kostspieliges Softwareupdate in rund 1,4 Millionen Autos durchführen musste. In der Zukunft, mit mehr und mehr kritischen Funktionen, die Software-abhängig sind, wird es noch wichtiger, Updates aus der Ferne zu verwalten, um so die Kosten zu senken und das Potential für Sicherheitsverletzungen auf einem Minimum zu halten. In seiner Dissertation 'On securing the Connected Cars' zeigt der Chalmers-Forscher Pierre Kleberger einen Überblick über bestehende Kommunikationskanäle in Connected Cars und analysiert, wie diese gesichert werden. Jede offene Kommunikationsweise ist eine mögliche Gefahr des Eindringens, aber durch die Gestaltung einer Computer-Architektur, mit mehreren Schutzebenen, von Anfang an, kann das Risiko minimiert werden. In seiner Dissertation schlägt er außerdem vor, Softwareupdates über das Internet durchzuführen. „Zusätzlich zu den Routineupadets sollte es auch die Möglichkeit geben, eine Diagnose für unvorhergesehene Anschläge in einer sicheren Weise durchzuführen. Wenn Sie also mit ihrem Auto am Straßenrand stehen, kann das Assistance-Unternehmen eine Fehlerbehebung durchführen, bevor Sie einen Techniker bestellen und so sichergestellt wird, dass die richtige Ausrüstung vorhanden ist“, sagt Pierre Kleberger.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1