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© stevanovicigor dreamstime.com Elektronikproduktion | 28 Juli 2015

Gebremste Entwicklung bei Mikron

Der starke Franken, der volatile Auftragseingang und als Folge davon die unausgeglichene Auslastung einzelner Standorte haben die Entwicklung der Mikron Gruppe im ersten Halbjahr 2015 gebremst.

Die Mikron Gruppe erreichte im ersten Halbjahr 2015 einen Bestellungseingang von CHF 118,3 Mio. Dies entspricht im Vergleich zum entsprechenden Betrag von 2014 (CHF 139,2 Mio.) einem Rückgang um 15 Prozent. Währungsbereinigt hätte ein Rückgang um 10 Prozent resultiert. Während das Geschäftssegment Automation den sehr hohen Vorjahreswert erwartungsgemäss nicht erreichte und einen Rückgang von 35 Prozent verzeichnen musste, erzielte das Geschäftssegment Machining eine Steigerung um 19 Prozent – dies allerdings im Vergleich zum sehr tiefen Wert der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Umsatz der Mikron Gruppe sank von CHF 119,4 Mio. im ersten Halbjahr 2014 um 10 Prozent auf CHF 107,8 Mio. im ersten Semester 2015. Bei unveränderten Wechselkursen hätte ein um rund CHF 9,2 Mio. höherer Umsatz resultiert. Beide Geschäftssegmente erwirtschafteten weniger Umsatz als in der entsprechenden Vorjahresperiode: Mikron Automation CHF 55,1 Mio. (-3 Prozent) und Mikron Machining CHF 52,7 Mio. (-16 Prozent). Per Ende Juni 2015 verfügt die Mikron Gruppe über einen Auftragsbestand von CHF 124,1 Mio. (8 Prozent weniger als Ende Juni 2014), der nach wie vor ungleichmässig über die verschiedenen Standorte verteilt ist. Für das erste Halbjahr 2015 weist die Mikron Gruppe einen EBIT-Verlust von CHF -2,7 Mio. aus. Bei Mikron Automation resultierte ein EBIT-Verlust von CHF -0,4 Mio., bei Mikron Machining einer von CHF -3,8 Mio. Ohne die negativen Währungseinflüsse hätte die Gruppe das erwartete ausgeglichene Resultat erzielt, und das Geschäftssegment Automation hätte – trotz Umsatzrückgang – die Profitabilität gesteigert. Mikron Automation Der US-amerikanische Absatzmarkt von Mikron Automation entwickelte sich im ersten Halbjahr 2015 weiter positiv. In Europa hingegen nahm der Druck auf die Margen zu – insbesondere durch den Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, den Euromindestkurs aufzuheben. Ausserdem sah sich das Geschäftssegment einem starken Konkurrenzdruck, in erster Linie durch deutsche Mitbewerber, ausgesetzt. Wie erwartet konnte Mikron Automation im ersten Halbjahr 2015 mit CHF 56,1 Mio. den ausserordentlich hohen Bestellungseingang des Vorjahres (CHF 86,9 Mio.) nicht wiederholen. Der Auftragsbestand lag mit CHF 69,9 Mio. (erstes Halbjahr 2014: CHF 89,9 Mio.) immer noch auf einem guten Niveau. Weil sich einige Projekte in einem frühen oder späten Entwicklungsstadium befanden, reduzierte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2015 auf CHF 55,1 Mio. (erstes Halbjahr 2014: CHF 56,9 Mio.). Ohne Berücksichtigung der währungsbedingten Wertanpassung auf Aufträgen in Arbeit hätte das Geschäftssegment einen positiven EBIT von CHF 0,8 Mio. (Vorjahr CHF -0,2 Mio.) erzielt. Mikron Machining Mikron Machining verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 erneut einen sehr uneinheitlichen Geschäftsverlauf: Während sich die Werkzeuge und Ersatzteile nach wie vor einer guten Nachfrage erfreuten, musste das Geschäftssegment im zweiten Quartal einen Rückgang im Maschinengeschäft hinnehmen. Trotz ansprechenden und relativ stabilen Offertanfragen von Kunden blieb insbesondere der Bestellungseingang für die in Deutschland hergestellten Lineartransfermaschinen weit hinter den Erwartungen zurück. Den Bestellungseingang steigerte Mikron Machining von tiefen CHF 52,6 Mio. im ersten Halbjahr 2014 auf CHF 62,5 Mio. im ersten Semester 2015. Den Auftragsbestand konnte das Geschäftssegment von CHF 46,3 Mio. auf CHF 54,1 Mio. erhöhen, wobei einzelne Aufträge erst 2016 und später Umsatz generieren werden. Der Umsatz reduzierte sich von CHF 63,1 Mio. auf CHF 52,7 Mio. Auch die Profitabilität entwickelte sich unter dem Einfluss der Frankenstärke sowie wegen des deutlichen Umsatzrückgangs negativ. Ausblick Für das zweite Halbjahr 2015 erwartet die Mikron Gruppe eine unverändert anspruchsvolle, von Unsicherheiten geprägte und – insbesondere beim Auftragseingang im Maschinengeschäft – volatile Situation. Dabei werden vor allem die Schweizer Gesellschaften weiterhin einem massiven Margendruck ausgesetzt sein. Optimistisch stimmen die nach wie vor stabile Nachfrage nach Werkzeugen und Serviceleistungen sowie laufende Verhandlungen mit bestehenden und neuen Kunden über zahlreiche Projekte. Ebenfalls erfreulich präsentiert sich die Ausgangslage für Mikron Automation in den USA. Insgesamt erwartet die Gruppe einen Anstieg der Umsätze und damit auch eine Rückkehr in die Gewinnzone. Die eigenen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2015 muss die Mikron Gruppe dennoch nach unten korrigieren: Sie rechnet neu mit einem Umsatz, der leicht unter dem Vorjahreswert liegt, und mit einem leider nur knapp positiven EBIT.
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2019.04.24 22:28 V13.2.0-1