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© pichetw dreamstime.com Analysen | 09 Juli 2015

Elektroindustrie: Auftragseingänge im Mai gesunken

Nach den hohen ZuwÀchsen im MÀrz und April sind die AuftragseingÀnge in der deutschen Elektroindustrie im Mai 2015 um 4,6 Prozent unter ihrem Vorjahreswert geblieben.
„Allerdings hatten die Bestellungen vor einem Jahr zweistellig zugelegt, sodass der jĂŒngste RĂŒckgang nicht zuletzt einem Basiseffekt zuzuschreiben ist“, erklĂ€rte ZVEI-Chefvolkwirt Dr. Andreas Gontermann. WĂ€hrend die InlandsauftrĂ€ge im Mai dieses Jahres um 9,5 Prozent nachgaben, blieben die AuslandsauftrĂ€ge insgesamt stabil. Aus dem Euroraum gingen hier 5,1 Prozent mehr Bestellungen ein als vor einem Jahr, aus DrittlĂ€ndern dagegen 2,7 Prozent weniger. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Mai 2015 steht ein Auftragsplus von 3,7 Prozent gegenĂŒber Vorjahr zu Buche. Inlands- und Auslandskunden orderten hier 0,8 Prozent bzw. 6,3 Prozent mehr (Eurozone: +3,9 Prozent, Nicht-Eurozone: +7,8 Prozent). Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektrounternehmen lag im Mai 2015 sechs Prozent niedriger als im Vorjahr. „Allerdings hatte der diesjĂ€hrige Mai auch zwei Arbeitstage weniger als der letztjĂ€hrige“, so Gontermann. Von Januar bis Mai dieses Jahres summiert, ist der Branchenoutput gegenĂŒber Vorjahr leicht um 0,7 Prozent gesunken. Dabei wurden mit der Veröffentlichung der Mai-Zahlen durch das Statistische Bundesamt sĂ€mtliche Monatswerte von Januar bis April nachtrĂ€glich deutlich nach unten revidiert. Ihre ProduktionsplĂ€ne haben die Branchenunternehmen im Juni im Vergleich zu Mai per saldo herabgesetzt. 17 Prozent der Firmen wollen den Output in den kommenden drei Monaten erhöhen, 78 Prozent auf dem derzeitigen Niveau belassen. FĂŒnf Prozent planen eine Reduktion. Im Mai erster leichter Umsatz-RĂŒckgang im laufenden Jahr Die UmsĂ€tze der Elektrounternehmen lagen im Mai 2015 mit 13,4 Milliarden Euro 0,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. „Es war der erste ErlösrĂŒckgang im laufenden Jahr“, sagte Gontermann. WĂ€hrend der Inlandsumsatz um 6,7 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro sank, legte der Auslandsumsatz um 4,6 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf sieben Milliarden Euro zu. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum wuchsen auf 2,5 Milliarden Euro (+3,2 Prozent), die mit GeschĂ€ftspartnern aus DrittlĂ€ndern auf 4,5 Milliarden Euro (+5,5 Prozent). Von Januar bis Mai dieses Jahres beliefen sich die Branchenerlöse auf 70,2 Milliarden Euro. Damit ĂŒbertrafen sie ihr Vorjahresniveau um 2,9 Prozent. Der Inlandsumsatz gab um 2,9 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro nach, wohingegen sich der Auslandsumsatz um 8,5 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro verbesserte. Im Euroraum stiegen die Erlöse um 9,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro, außerhalb der WĂ€hrungsunion um 7,7 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. Das GeschĂ€ftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im Juni dieses Jahres etwas gesunken. Dabei sind die Erwartungen fĂŒr die kommenden sechs Monate vergleichsweise stĂ€rker zurĂŒckgegangen als die Beurteilung der aktuellen Lage. 35 Prozent der Branchenunternehmen bewerten ihre gegenwĂ€rtige Situation als gut, 55 Prozent als stabil und zehn Prozent als schlecht. Gleichzeitig gehen 26 Prozent der Elektrofirmen von anziehenden, 67 Prozent von gleichbleibenden und sieben Prozent von rĂŒcklĂ€ufigen GeschĂ€ften in den nĂ€chsten sechs Monaten aus. Auch die Exporterwartungen der Branche sind im Juni leicht gesunken. Es war der dritte RĂŒckgang in Folge. Gontermann: „Aber immerhin befinden sich noch sĂ€mtliche Stimmungsindikatoren deutlich im positiven Bereich.“
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