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© ra2studio dreamstime.com Analysen | 04 Juni 2015

Exporte der Elektroindustrie bleiben auf Rekordkurs

Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie haben auch im M√§rz dieses Jahres weiter stark zugelegt. Insgesamt zogen die Branchenexporte um 12,6 Prozent gegen√ľber Vorjahr auf 15,0 Milliarden Euro an.
‚ÄěDies war nicht nur der bislang gr√∂√üte prozentuale Zuwachs im laufenden Jahr, sondern auch der h√∂chste, jemals erreichte Monatswert √ľberhaupt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Im ersten Quartal 2015 √ľbertrafen die Elektroausfuhren ihren Vorjahresstand um 7,6 Prozent. Sie kamen auf 42,7 Milliarden Euro.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland wuchsen erneut st√§rker als die Ausfuhren. Im M√§rz stiegen sie um 18,6 Prozent gegen√ľber Vorjahr auf 13,3 Milliarden Euro, zwischen Januar und M√§rz legten sie um 11,8 Prozent auf 38,7 Milliarden Euro zu.

Mit 3,8 Milliarden Euro ‚Äď einem Plus von 19,5 Prozent gegen√ľber Vorjahr ‚Äď wurden die meisten Elektroexporte im ersten Quartal dieses Jahres in die USA geliefert. Damit hat sich das Land die Spitzenposition im Abnehmer-Ranking zun√§chst einmal von China zur√ľckgeholt. In das Reich der Mitte nahmen die Branchenausfuhren in den ersten drei Monaten 2015 um 11,1 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zu.

Auf den Positionen drei bis zehn folgen ausschlie√ülich europ√§ische L√§nder ‚Äď jeweils vier aus dem Euro- und Nicht-Euro-Raum. Angef√ľhrt werden sie von Frankreich, das deutsche Elektroausfuhren in H√∂he von 2,9 Milliarden Euro (minus 1,2 Prozent gegen√ľber Vorjahr) aufnahm. Die N√§chstplatzierten sind Gro√übritannien mit 2,4 Milliarden (plus 12,8 Prozent), die Niederlande mit 2,2 Milliarden (plus 16,4 Prozent), Italien mit 1,9 Milliarden (plus 1,8 Prozent), Polen mit 1,8 Milliarden (plus 33,7 Prozent), √Ėsterreich mit ebenfalls 1,8 Milliarden (minus 0,8 Prozent), Tschechien mit 1,7 Milliarden (plus 5,8 Prozent) und schlie√ülich die Schweiz mit 1,5 Milliarden Euro (plus 10,5 Prozent).

Die Elektroexporte in die Industriel√§nder (nach IWF-Abgrenzung) erh√∂hten sich im ersten Quartal 2015 um 6,7 Prozent gegen√ľber Vorjahr auf 28,2 Milliarden Euro, in die Schwellenl√§nder um 9,4 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in die Eurozone betrugen 13,1 Milliarden Euro und lagen damit 3,4 Prozent h√∂her als vor Jahresfrist.

‚ÄěAbsolut sind die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 3,0 Milliarden Euro gegen√ľber dem gleichen Vorjahreszeitraum gewachsen“, so Dr. Gontermann. Den h√∂chsten Beitrag leisteten hier wiederum die USA, wo im ersten Quartal dieses Jahres wertm√§√üig 614 Millionen Euro mehr Exporte abgesetzt wurden als 2014. Den zweith√∂chsten absoluten Zuwachs steuerten die Elektroausfuhren nach Polen bei (plus 455 Mio. Euro).

Hohe Volumenzuw√§chse gab es dar√ľber hinaus bei den Elektroausfuhren nach China (plus 365 Mio. Euro), in die Niederlande (plus 303 Mio. Euro), nach Gro√übritannien (plus 277 Mio. Euro) und in die Schweiz (plus 145 Mio. Euro). ‚ÄěDagegen blieben die Exporte nach Russland stark r√ľckl√§ufig“, sagte Dr. Gontermann. ‚ÄěSie lagen im ersten Quartal nochmals um 394 Millionen Euro niedriger als vor einem Jahr, nachdem sie schon 2014 um 1,4 Milliarden Euro gesunken waren.“ Nach Belgien und Japan nahmen die deutschen Lieferungen im ersten Quartal um 66 bzw. 52 Millionen Euro ab.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1