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© adam121 dreamstime.com Analysen | 19 Mai 2015

Immense Zahlungsverzögerungen in der Region Asien-Pazifik

Coface hat für seine jährliche Studie 2695 Unternehmen in acht Länder in der Region Asien-Pazifik befragt. Der Großteil der Unternehmen, 70 Prozent, hat eine Zahlungsverzögerung im Jahr 2014 erlitten.

Diese 70 Prozent sind seit drei Jahren der höchste Wert. 37 Prozent der Unternehmen (2013 waren es 35 Prozent) gaben außerdem an, dass die Beträge in diesem Jahr höher waren. Davon betroffen sind vor allem die Unternehmen in China, Indien, Hongkong und Thailand, die 2014 das erste Mal an der Befragung teilgenommen haben. Coface erkundigte sich vor allem nach der Anzahl der Verzögerungen, der durchschnittlichen Verzögerungsdauer und nach besonders langen Verzögerungen und den damit verbundenen Auswirkungen. Australien, Japan, Singapur und Taiwan: Zahlungsverhalten verbessert Auch wenn sich die allgemeine Situation verschlechtert hat, so kann Australien in allen Punkten eine Verbesserung zeigen. Auch die Unternehmen in Singapur und Taiwan hatten weniger Probleme. Auch wenn in Japan viele Unternehmen Verzögerungen erlebt haben, so bleiben doch die extrem langen Verzögerungen aus. Auch Insolvenzen und Firmenschließungen bleiben dort auf einem niedrigerem Niveau. „Obwohl sich die Zahlungserfahrungen der australischen Unternehmen verbessern, sieht sich die Wirtschaft insgesamt einigen Problemen ausgesetzt. Da die nachlassende Nachfrage aus China den Export beeinträchtigt, muss die inländische Nachfrage stärker angekurbelt werden. Mit dem Eintritt in die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) könnte der Absatz von Rohstoffen wieder belebt werden, was dem rohstoffreichen Land helfen würde“, sagt Rocky Tung, Economist für die Asien-Pazifik-Region bei Coface. China, Hongkong, Indien und Thailand: größere Herausforderungen für Unternehmen Auch in 2014 blieb der Anteil an Verzögerungen in China hoch. Auch der Ausblick auf das Jahr 2015 ist eher verhalten. Coface bleibt in der Risikopolitik vorsichtig in Branchen und Bereichen mit Überkapazitäten, zum Beispiel Eisen, Stahl, Zement, Schiffbau, Aluminium, Bauglas, Kohleabbau, Papier und Druck. In Hongkong nahmen 2014 die Zahlungsverzögerungen und deren Dauer zu. Der Einzelhandel in Hongkong wird sehr von dem teuren Immobilienmarkt und dem nicht mehr steigenden Tourismus belastet. „Die Stärke des Hongkong-Dollar macht die Stadt weniger attraktiv als Reiseziel. Die jüngsten Maßnahmen gegen den Parallelhandel, die Reiserestriktionen für Festlandchinesen nach Hongkong mit sich brachten – so dürfen Einwohner von Shenzhen nur noch einmal pro Woche nach Hongkong fahren – wirken sich unmittelbar auf den Tourismussektor aus. Auch die Besitzer und Betreiber von Kaufhäusern sind betroffen. Schon bald können Geschäfte in der City von der nachlassenden Nachfrage böse überrascht werden“, meint Rocky Tung. Ebenso in Indien stiegen die Zahlungsverzögerungen. Coface berichtet von Verzögerungen in allen Branchen. Besonders betroffen ist jedoch die Baubranche. Die Wirtschaft in Thailand litt unter den Folgen politischer Unruhen und so wurde der Wachstum gebremst. Coface stellte eine deutliche Verschlechterung der Zahlungsverhalten fest, die besonders die Branchen Haushaltselektro- und Elektronikgeräte, Chemie, Baustoffe und Stahl betrifft. ----- Tabelle: © Coface
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-2