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© wrangler dreamstime.com Analysen | 04 Mai 2015

Deutschlands Industriemotor lief im April etwas langsamer

Das Wachstum der deutschen Industrie hat im April etwas an Schwung verloren, heißt es in einer Markit Umfrage.

“Der deutsche Industriemotor hat im April einen Gang heruntergeschaltet. Somit ist der Einkaufsmanager Index gegenüber März leicht abgesunken. Dennoch schloss dieser auf dem zweithöchsten Stand der letzten neun Monate und signalisierte ein leichtes Industriewachstum", erklärte Oliver Kolodseike, Ökonom bei Markit. Der saisonbereinigte Markit/BME Einkaufsmanager Index gab von seinem 11-Monatshoch im März geringfügig nach und sank von 52.8 auf aktuell 52.1 Punkte. Damit signalisierte er einen fortgesetzten, wenn auch abgeschwächten Aufwärtstrend im Industriesektor. Die Wachstumsphase dauert mittlerweile seit fünf Monaten an. Der Index-Rückgang spiegelte eine Verlangsamung des Produktions- und Auftragswachstums wider. Der Produktionsanstieg fiel etwas geringer aus als im Vormonat, blieb aber weiterhin überdurchschnittlich hoch. Grund hierfür waren sowohl eine steigende Nachfrage wie auch eine gezielte Abarbeitung unerledigter Bestellungen. Die Auftragsbestände nahmen den dritten Monat in Folge zu, wenngleich schwächer als in den beiden Vormonaten. Bei den Gesamtauftragseingängen verringerte sich die Zuwachsrate gegenüber ihrem im März gemessenen 11-Monatshoch, sie nahmen jüngst nur noch moderat zu. Einige der befragten Unternehmen profitierten nach eigenen Angaben von dem günstigen wirtschaftlichen Umfeld. Auch die Exportgeschäfte nahmen insgesamt weniger zu als im März. Förderlich wirkte sich indes weiterhin der schwache Eurokurs aus. © Markit In Anbetracht der erhöhten Produktions- und Neuauftragsvolumen weiteten die Hersteller ihre Einkäufe aus. Diesmal hoben sie ihre Bestellmengen jedoch nur noch minimal an. Hinsichtlich ihrer Lagerhaltung ließen die Unternehmen weiterhin Vorsicht walten. Ihre Vormaterialbestände hielten sie weitestgehend konstant. Die Fertigwarenlager reduzierten sich indessen erneut. Der Beschäftigungsaufbau setzte sich in der Industrie fort und hält mittlerweile seit sieben Monaten an. Zudem legte die Einstellungsrate zu und erreichte den höchsten Stand seit Jahresbeginn. Bei den Einkaufspreisen wurde erstmals seit Januar letzten Jahres ein Anstieg gemessen. Zwar wirkte der niedrige Ölpreis der Inflation entgegen, stärker ins Gewicht fielen jedoch die erhöhten Importkosten. Aus den jüngsten Umfragedaten geht auch hervor, dass die Unternehmen ihre Mehrkosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergaben und die Verkaufspreise den zweiten Monat in Folge anhoben. Die Lieferzeiten der Zulieferer verlängerten sich derweil, wenn auch in einem etwas geringerem Ausmaß als im März.
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2019.09.16 17:51 V14.3.11-1