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Elektronikproduktion | 26 Februar 2007

Continental weiter an Siemens VDO interessiert

Das Management von Continental hat mit Nachdruck sein Interesse an Siemens VDO bekundet. Siemens dagegen will weiterhin die Automobilzuliefer-Tochter an die Börse bringen.

"Ja, wir haben Interesse an Siemens VDO. Ja, wir sehen große Vorteile in einem solchen Schritt. Ja, wir können ein solches Projekt auch finanziell stemmen", betonte Continental Vorstandschefs Manfred Wennemer bei der Bilanzvorlage des Hannoveraner Konzerns. Continental geht damit beim Thema Siemens VDO in die Offensive. Der Münchner Konzern will hingegen an den Plänen für den Börsengang festhalten. Im Rahmen eines IPO (Initial Public Offering) soll ein Aktienpaket unterhalb der Mehrheit an den Kapitalmarkt gebracht werden, damit kann Siemens die industrielle Führerschaft behalten. Den Wert von Siemens VDO taxieren Analysten auf sechs bis acht Milliarden Euro. Laut Continental würden "Siemens, der Standort Deutschland, die großen Kunden und die Mitarbeiter von Siemens VDO" von einer derartigen Transaktion profitieren. Und laut Wennemer entstünde durch den Erwerb "ein sehr, sehr kompetenter Automobilzulieferer in Deutschland", der in der Lage sei, neue Technologien voran zu bringen - zum Beispiel bei Navigationssystemen, beim Hybrid-Antrieb oder im Motormanagement. Continental entfernt sich indes immer mehr vom Reifengeschäft. 2006 machte die Reifen-Sparte mit einem Umsatz von 6,162 Milliarden Euro weniger als die Hälfte der Gesamterlöse des Konzerns aus. Erst im vergangenen Jahr hatte Continental knapp 757 Millionen Euro für die Akquisitionen des Autoelektronik-Geschäfts des US-Konzerns Motorola ausgegeben.
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2019.05.14 20:21 V13.3.8-2