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© alexander fediachov dreamstime.com Elektronikproduktion | 27 Februar 2015

Indien: Chancen für die deutsche Elektroindustrie

Die vom indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi angekündigte Reform- und Modernisierungsstrategie für Indien kann der deutschen Elektroindustrie große Marktchancen eröffnen.

Die Regierung will unter anderem die Industrieproduktion modernisieren, die Infrastruktur durch Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecken verbessern sowie 100 Städte komplett mit Sensorennetzen und IT-Kommunikation zu „Smart Cities“ ausbauen. „Hier bietet sich deutschen Unternehmen mit ihren innovativen Produkten ein erhebliches Potenzial“, sagt Klaus John, Leiter der ZVEI-Abteilung International Trade and Future Markets, optimistisch. „Zumal der Export deutscher Elektrounternehmen nach Indien angesichts der Größe des Landes mit 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2013 ein relativ geringes Volumen aufweist.“ Der indische Elektromarkt hat derzeit ein Volumen von ca. 61 Milliarden Euro mit einem jährlichen Wachstum von drei Prozent. Viele deutsche Unternehmen der Elektroindustrie – auch aus dem Mittelstand – sind bereits in Indien aktiv, teilweise in Joint Ventures. Der Bestand der Direktinvestitionen beläuft sich derzeit auf 1,7 Milliarden Euro. Damit liegt Indien in der Rangliste auf Position sieben. Als Haupthindernisse für eine Ausweitung der Geschäftsbeziehungen benennen deutsche Unternehmen neben Zöllen eine überbordende Bürokratie und marode Infrastrukturen. So müssen viele Unternehmen für eine zuverlässige Stromversorgung selbst investieren. Schlechte Transportwege sind zusätzliche Hindernisse. Eine weitere Herausforderung sei die teilweise nicht ausreichende Qualifikation der Menschen. John: „Unsere Mitglieder spiegeln uns, dass die inländische Ausbildungsqualität nicht ausreichend ist. Die Unternehmen bieten deshalb vielfach eigene Qualifizierungsmaßnahmen an – auch für Akademiker.“
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1