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© cacaroot dreamstime.com Elektronikproduktion | 11 Dezember 2014

Strategischer Ausblick für die europäische EMS-Industrie

Ein schwächer als ursprünglich erwartetes Wachstum in der Eurozone und den Schwellenländern, wird 2014 nur zu einem moderaten Wachstum für die europäische EMS-Industrie führen. Dadurch bleibt es auch weiterhin bei einer Marktstagnation.

Die sich rasch verschlechternde geopolitische Lage - zusammen mit einer weltweiten und europäischen Konjunkturabschwächung - in der zweiten Jahreshälfte 2014, wird zu einer gedämpften Nachfrage führen. Das führt dazu, dass die gegenwärtige Marktstagnation in der europäischen EMS-Branche auch im nächsten Jahr zu spüren sein wird. Vor diesem Hintergrund gehen die RER Experten davon aus, dass der Gesamtumsatz für die europäische EMS-Industrie im Jahr 2015 voraussichtlich bei EUR 26,07 Milliarden liegen wird. Der Großteil davon - EUR 15,11 Milliarden - wird von Unternehmen in Mittel- und Osteuropa (CEE), dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA) und anderen Ländern erwirtschaftet. Auf Westeuropa entfällt ein Umsatz von EUR 10,95 Milliarden. Das Wachstum dürfte über den Zeitraum bis 2018 an Boden gewinnen. Dann, so Reed Electronics Research, sollte der europäische EMS-Umsatz bei EUR 27,81 Mrd. liegen. Für die Region CEE / MENA wird eine durchschnittliche, jährliche Wachstumsrate (CAAGR) von 2,4% prognostiziert (EUR 16,27 Milliarden). Die EMS-Umsätze in Westeuropa steigen auf EUR 11,55 Milliarden bei einer CAAGR von 1,4%. Obwohl zu der europäischen EMS-Industrie mehr als 1'000 Unternehmen gezählt werden können, wird alles von einigen Großunternehmen - vornehmlich Foxconn, Flextronics und Jabil - dominiert. Diese drei Unternehmen generierten knapp 44% des Umsatzes in 2013. Fast 90% des Umsatzes wird in der Region CEE für die Bereiche Computer, Consumer und Communication (3C) erwirtschaftet. Als Reaktion auf die schwächere Nachfrage aus dem Endverbrauchermarkt und die Produktionsmigration nach Asien, ging das Produktionsvolumen in den letzten Jahren jedoch zurück. Ein Anstieg in der Migration der Serienproduktion nach Asien könnte sich erheblich auf den EMS-Gesamtumsatz in der Region und in Europa auswirken. Mehr als 80% des Gesamtumsatzes (EUR 20,2 Milliarden) werden von 97 Unternehmen erwirtschaftet (und damit weniger als 10% der Gesamtzahl an Unternehmen). RER geht davon aus, dass es zu einer weiteren Konsolidierung in der Branche kommen wird. Für EMS-Unternehmen in Westeuropa sind die folgenden Marktbereich besonders attraktiv: Control & Instrumentation, Industrial, Medical, Aerospace & Defence, Automotive und Renewable Energy. In der Region CEE und anderen Niedriglohnländern liegt der Fokus auch weiterhin auf den Transfer der Low Volume / High Mix Produktion aus Westeuropa.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1