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© alexan24 dreamstime.com Analysen | 01 August 2014

Scheinbar wollen Alle ein Stück vom deutschen EMS-Markt

Das Wachstum der letzten Jahre in der Elektronikindustrie ist überwiegend auf eine Reihe von neuen Produkten und Anwendungen - in erster Linie in den Bereichen Communications, Consumer Electronics, Industrial, Information Technology, Medical und Transportation - zurückzuführen.

Natürlicherweise ist dieses Wachstum auch bis zu den Electronics Manufacturing Services (EMS) Anbieter vorgedrungen. Die Dienstleister haben ihre Leistungsportfolio angepasst; sie konzentrieren sich auf die "Erbeutung" und Schaffung von Mehrwert durch Innovationen, zuverlässige Auftragserfüllung und Geschwindigkeit (auf umweltfreundliche Art und Weise). Allerdings ist solch ein organisches Wachstum und das Anpassen von Geschäftswerten durch technologische, organisatorische und geografische Kompetenzen beschränkt. Daraus entsteht die Möglichkeit zur Marktkonsolidierung. Wie in der letzten Ausgabe erwähnt, findet Marktkonsolidierung unter EMS-Anbietern innerhalb der Wertschöpfungskette statt; Marktteilnehmer sind in der Lage, entweder eine Auswahl von Dienstleistungen (Engineering, Montage, Box-Build, After Sales, Low Volume / High-Mix, High Volume / Low-Mix) oder das gesamte Spektrum anzubieten. Darüber hinaus sind Mehrwert-Dienstleistungen wie Logistik oder Lagerhaltung kleinere Bereiche, mit denen sich Unternehmen von der Masse differenzieren wollen. Nichtsdestotrotz ist ein grundlegender Faktor für Wachstum die geografische Expansion in wichtige Märkte. Einladende Möglichkeiten für EMS-Anbieter liegen im Herzen Europas. Deutschland ist nicht nur Heimat der größten Automobilproduzenten der Welt, sondern ist eine relativ große Industriewirtschaft betsehend aus Mid-Market-Unternehmen. Noch wichtiger ist, dass Deutschland der größter Elektronik- und EMS-Markt in Europa (mit einem Marktanteil von 30%) ist. Angesichts der Größe des deutschen EMS-Marktes und seiner wachsenden Möglichkeiten, signalisieren die jüngsten M&A-Aktivitäten einen Trend: viele internationale und europäische Marktteilnehmer versuchen im deutsche Markt Fuß zu fassen. Die Übernahme der BuS Elektronik durch den niederländischen EMS-Anbieter Neways Electronics International (die für die Buy-Side ausschließlich von MP Corporate Finance ausgeführt wurde) ist ein perfektes Beispiel dafür. Der strategische 'Fit', ergänzende Serviceangebote und ein erweitertes Kundenportfolio sind klare Vorteile für Neways. Weitere Beispiele für einen Markteintritt in Deutschland sind z.B. die Übernahme der Schaltex Systems durch Scanfil, oder auch der Kauf der Flextronics Paderborn Anlage durch Selcom / 4k Invest. Für EMS Dienstleister mit einer Präsenz in Deutschland könnte die Strategie der CCS Group bei der Kapazitätserweiterung interessant sein. Hier wurden die Geschäftsaktivitäten der AKATech Group in der Slowakei aufgenommen und bieten nun kostengünstige Produktionsstandorte in der Nähe der DACH-Region. Beobachtungen der M&A Aktivitäten - ungeachtet der Strategie - zeigen jedoch, dass ein Standbein im deutschen Markt für einen EMS-Anbieter unerlässlich ist. Jedenfalls wenn dieser Anbieter wettbewerbsfähig bleiben möchte.
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-2