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© luchschen dreamstime.com Elektronikproduktion | 11 Juni 2014

FPK- Standort Peine und 105 Arbeitsplätze gesichert

Der Automobil-Zulieferbetrieb der FPK Lightweight Technologies in Peine ist gerettet.
"Wir haben einen strategischen Investor gefunden, der den Betrieb vollumf√§nglich fortf√ľhrt und das Werk in Peine √ľbernimmt. Damit bleiben der Standort und 105 Arbeitspl√§tze hier erhalten“, konnte der Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme den Mitarbeitern jetzt mitteilen. Demnach erwirbt die IMR Deutschland GmbH, eine Tochter der italienischen IMR Industries Gruppe, auf dem Weg einer √ľbertragenden Sanierung das gesamte Betriebsverm√∂gen inklusive der Immobilie. Der Gl√§ubigerausschuss hat dem Kaufvertrag bereits einstimmig zugestimmt.

‚ÄěDer Kauf der Immobilie ist auch ein Ausdruck des langfristigen Interesses des Investors. Wir haben damit insgesamt unsere Ziele ‚Äď Sicherung des Standortes, weitestgehender Erhalt der Arbeitspl√§tze, ein gutes Ergebnis f√ľr die Gl√§ubiger - erreicht. Dies war jedoch nur m√∂glich mit der vollen Unterst√ľtzung unserer Kunden, der Mitarbeiter, des Betriebsrats und auch der Gewerkschaft, mit denen zusammen das Fortf√ľhrungskonzept und ein Sanierungstarifvertrag entwickelt wurden“, betonte Hoefer. Besonderes Lob zollte der Insolvenzverwalter auch der Agentur f√ľr Arbeit, die daf√ľr verantwortlich war, dass die Mitarbeiter p√ľnktlich die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes erhielten, und auch die Einrichtung einer Besch√§ftigungs- und Qualifizierungsgesellschafts f√ľr die ausscheidenden Mitarbeiter tatkr√§ftig unterst√ľtzte.

Von den zuletzt 125 Mitarbeitern im Werk Peine k√∂nnen lediglich 20 aktuell nicht weiter besch√§ftigt werden, wobei auch auslaufende Vertr√§ge nicht verl√§ngert wurden. Die Mitarbeiter erhalten das Angebot, f√ľr 12 Monate in die Besch√§ftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln. F√ľr die √ľbrigen Mitarbeiter konnte im Rahmen eines Sanierungstarifvertrages unter Beteiligung der IG BCE eine Standortsicherungsvereinbarung abgeschlossen werden, die das hohe Interesse am Erhalt des Standortes nochmals zum Ausdruck bringt.

Die FPK Lightweight Technologies Deutschland GmbH hatte Anfang Februar 2014 Insolvenzantrag gestellt, nachdem Gespr√§che √ľber die weitere Finanzierung des Gesch√§ftsbetriebs √ľberraschend gescheitert waren und dem Unternehmen damit die Zahlungsunf√§higkeit drohte. Das Werk in Peine war erst 2010 aus einer Insolvenz heraus von der FPK-Gruppe √ľbernommen worden.

Dort werden f√ľr Automobilhersteller leichtgewichtige strukturelle und aerodynamische Bauteile aus Verbundstoffen hergestellt. Eine besondere Expertise besitzt das Werk bei L√∂sungen f√ľr leichtere Fahrzeuge und optimierte Aerodynamik, die in der Automobilindustrie immer st√§rkere Verwendung finden, um den Kraftstoffverbrauch und den Abgasaussto√ü zu vermindern. Zuletzt setzte FPK Lightweight Technologies Deutschland damit rund 21 Mio. Euro um.

Der neue Eigent√ľmer, die IMR-Gruppe, bietet nach eigenen Angaben Dienstleistungen und Produkte f√ľr die renommiertesten Automobilhersteller der Welt, darunter Maserati und Ferrari, an. Sie besch√§ftigt rund 1200 Mitarbeiter und verf√ľgt √ľber sechs Werke in Norditalien, Spanien und S√ľddeutschland. Die Muttergesellschaft IMR Automotive SpA ist ein Unternehmen mit 60j√§hriger Erfahrung auf dem Gebiet der Formgebung, Montage und Lackierung von Kunststoff-Produkten und in der Herstellung von Presswerkzeugen und Betriebsmitteln. Die Gruppe insgesamt bietet f√ľr ihre Kunden einen Komplett-Service vom Engineering bis zur Serienproduktion von Bauteilen f√ľr die Automobil- und LKW- Industrie. Die IMR Gruppe ist seit Februar 2014 auch Gesellschafter der Sommer GmbH, einem auf Industrielackierungen spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Weilheim.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-1