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Allgemein | 30 Januar 2007

Deutschland weltweit Spitze bei Hightech-Standards

„Wer die Norm setzt, macht den Markt. Normung ist ein elementar wichtiges Mittel zur Verteidigung der Exportweltmeisterschaft Deutschlands,“ so Prof. Dr. Klaus Wucherer, PrĂ€sident des deutschen Komitees der International Electrotechnical Commission (IEC) und Mitglied des VDE-PrĂ€sidiums.
Denn durch frĂŒhzeitige Normung können Innovationen abgesichert und Technologiefelder der Zukunft weltweit besetzt werden. Die deutsche IT- und Elektrobranche, von der mehr als 50 Prozent der gesamten deutschen Industrieproduktion und ĂŒber 80 Prozent der Exporte abhĂ€ngen, ist fĂŒhrend bei Hightech-Standards. Zum zweiten Mal in Folge setzt sich Deutschland bei der Initiierung internationaler Normungsprojekte weltweit an die Spitze.
Laut einer Umfrage des VDE unter seinen Mitgliedsunternehmen ist fĂŒr 93 Prozent das Engagement in der Normung essentiell fĂŒr die Umsetzung technologiepolitischer Interessen. Großen kĂŒnftigen Normungsbedarf sehen die Unternehmen in der Informationstechnik, der Automobilelektronik, der Umwelttechnik, der Umwelt/Energietechnik und der Nanotechnologie. Hochschulen betonen in der Umfrage die wichtige Katalysatorfunktion der Normung im Innovationsprozess. Besonders ausgeprĂ€gt ist auch das Vertrauen, das die BundesbĂŒrger in die Normung als Basis fĂŒr das hohe Sicherheitsniveau in Deutschland haben. So attestierten 71 Prozent der BundesbĂŒrger Deutschland im internationalen Vergleich ein vorbildliches Sicherheitsniveau. 75 Prozent der Deutschen begrĂŒnden dieses Vertrauen mit den strengen Sicherheitsvorschriften.
Mit 26 neuen Projektvorhaben im Jahr 2006 liegt die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE) deutlich vor den USA (18) und Japan (15). Ein Beispiel fĂŒr jĂŒngste deutsche Normungserfolge ist die Nanotechnologie. Hier zĂ€hlt Deutschland durch exzellente Forschungsarbeit zu den fĂŒhrenden Industrienationen. Die Schnittstellen bei der Anwendung sowie die Durchdringung der globalen MĂ€rkte erfordern Normen. Umso erfreulicher ist, dass das internationale Sekretariat fĂŒr die Normungsarbeit in der Nanoelektronik in Deutschland eingerichtet und von VDE und DKE besetzt wird. Hierdurch, so der VDE, werde die internationale Vorreiterrolle des Landes in dieser Spitzentechnologie gewĂŒrdigt. Die Nanotechnologie ermöglicht eine weitere Miniaturisierung von Halbleiter- und Optoelektronik und erschließt neue Anwendungsfelder, beispielsweise in der Medizin- oder Fahrzeugtechnik. Bei der IEC reicht die SekretariatsfĂŒhrung von den Sicherheitskomitees, ĂŒber EMV, Verkabelung fĂŒr IT-Anlagen, Brennstoffzellen bis hin zur Medizintechnik (Allgemeine diagnostische Bildgebung und der Bereich Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Dosimetrie).

Deutsche Normungsstrategie zahlt sich aus

Bereits vor drei Jahren hat die DKE den „Beraterkreis Technologie“ (BKT) eingerichtet - mit dem Ziel, neue Normungsfelder und neue Normungsprojekte zu identifizieren. Diese effiziente und konsequente Vorgehensweise spiegelt sich nun in der internationalen Spitzenposition Deutschlands bei Normungsprojekten wider. Der VDE wertet das exzellente Abschneiden im internationalen Normungsprozess als Erfolg der deutschen Normungsstrategie und des DKE-Beratungsprozesses. Ziel der Deutschen Normungsstrategie ist es, Normung und Standardisierung im Dienste der Wirtschaft und Gesellschaft zur StĂ€rkung, Gestaltung und Erschließung regionaler und globaler MĂ€rkte zu nutzen. Konkret geht es darum, die Stellung Deutschlands als eine fĂŒhrende Wirtschaftsnation zu sichern, Normung als strategisches Instrument zu nutzen, staatliche Regelsetzungen zu entlasten, die Technikkonvergenz zu fördern und seitens der Normungsorganisationen effiziente Instrumente und Prozesse anzubieten.
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