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© anatoly abyshev dreamstime.com Analysen | 09 Mai 2014

Deutsche Elektroindustrie mit solidem ersten Quartal

Nach sechs Wachstumsmonaten in Folge sind die Bestellungen in der deutschen Elektroindustrie im MĂ€rz dieses Jahres 1,5 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert zurĂŒckgeblieben.
"Der leichte RĂŒckgang erklĂ€rt sich allerdings vor allem durch einen Basiseffekt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann: „Anders als vor einem Jahr wurden im MĂ€rz 2014 keine GroßauftrĂ€ge registriert.“ Die Inlandsorders gingen um 0,2 Prozent gegenĂŒber Vorjahr zurĂŒck, die Auslandsbestellungen um 2,7 Prozent. Kunden aus der Eurozone orderten im MĂ€rz 15 Prozent weniger als vor einem Jahr, Kunden aus DrittlĂ€ndern dagegen 6,2 Prozent mehr.

Im gesamten ersten Quartal 2014 nahmen die AuftragseingĂ€nge um 2,2 Prozent gegenĂŒber Vorjahr zu. WĂ€hrend die Inlandsbestellungen um 0,1 Prozent nachgaben, zogen die Auslandsbestellungen um 4,4 Prozent an. Hier gab es einen Anstieg der AuftrĂ€ge aus dem Euroraum um 2,1 Prozent und einen Zuwachs der Bestellungen aus DrittlĂ€ndern um 5,8 Prozent.

Die preisbereinigte Produktion der Elektrounternehmen legte im MĂ€rz 2014 weiter um 1,2 Prozent gegenĂŒber Vorjahr zu. Von Januar bis MĂ€rz stieg sie um 2,1 Prozent. Der Branchenumsatz hat im MĂ€rz um 3,6 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 14,8 Milliarden Euro zugenommen. Die Inlands- und Auslandserlöse stiegen dabei um 5,1 bzw. 2,2 Prozent auf jeweils 7,4 Milliarden Euro.

Im GeschÀft mit der Eurozone sank der Umsatz um 1,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, mit DrittlÀndern nahm er dagegen um 4,4 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zu. Im ersten Quartal 2014 lagen die Branchenerlöse mit 41,3 Milliarden Euro um 3,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Hier erhöhten sich der Inlandsumsatz um 2,9 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro und der Auslandsumsatz um 4,8 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro. In der Eurozone wurden mit 7,6 Milliarden Euro 1,9 Prozent und in DrittlÀndern mit 12,9 Milliarden Euro 6,6 Prozent mehr erlöst.

GeschÀftsklima unverÀndert positiv

„Auf das GeschĂ€ftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich die Krise in der Ukraine bislang kaum ausgewirkt“, so Dr. Gontermann. „Im April ist die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage gegenĂŒber MĂ€rz nur geringfĂŒgig ungĂŒnstiger ausgefallen, und die allgemeinen GeschĂ€ftserwartungen fĂŒr die kommenden sechs Monate sind gleich geblieben. Insgesamt befindet sich das GeschĂ€ftsklima in der Branche weiterhin auf dem höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren.“

Die KapazitĂ€tsauslastung in der Elektroindustrie hat sich zu Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres erhöht. Sie ist von zuletzt 82,6 auf 83,7 Prozent der betriebsĂŒblichen Vollauslastung gestiegen und liegt damit ĂŒber dem langfristigen Durchschnitt von 83 Prozent.

Die Reichweite der AuftrĂ€ge ist mit Beginn des zweiten Vierteljahres 2014 bei 2,7 Produktionsmonaten geblieben. Das langjĂ€hrige Mittel liegt bei 2,6 Monaten. Befragt nach Hemmnissen, geben 17 Prozent der Branchenunternehmen einen Mangel an AuftrĂ€gen an, neun Prozent ArbeitskrĂ€ftemangel. „Damit sind zu wenige AuftrĂ€ge zwar weiter das grĂ¶ĂŸte Produktionshindernis, allerdings hatten vor einem Jahr noch rund doppelt so viele Firmen darĂŒber berichtet“, sagte Dr. Gontermann.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2